fein
Von hoher Qualität, elegant, zart oder erlesen. Kann sich auf Materialien, Speisen oder die Verarbeitung beziehen.
Sie trug ein Kleid aus feiner Seide.

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Von hoher Qualität, elegant, zart oder erlesen. Kann sich auf Materialien, Speisen oder die Verarbeitung beziehen.
Sie trug ein Kleid aus feiner Seide.

Die Bedeutung von „fein“ hängt stark vom Substantiv ab, das es beschreibt. Bezieht es sich auf ein Material (feiner Sand), eine Fähigkeit (feines Gehör) oder eine Handlung (fein gemacht), ändert sich die Bedeutung von „klein“ über „genau“ zu „gut“.
Der feine Staub bedeckte alle Möbel.
In der Bedeutung „elegant“ oder „erlesen“ wird „fein“ oft für hochwertige Produkte verwendet. Typisch sind „feiner Wein“, „feine Schokolade“ oder „feine Stoffe“.
Zum Dessert gab es eine feine Auswahl an Käse.
Diese Bedeutung beschreibt oft, dass etwas aus sehr kleinen Teilen besteht oder sehr präzise verarbeitet ist. Häufige Kombinationen sind „feiner Sand“, „feines Pulver“ oder etwas „fein mahlen“.
Für den Kuchen müssen die Nüsse sehr fein gemahlen werden.
Als Ausdruck für „gut“ oder „in Ordnung“ wird „fein“ vor allem in der Umgangssprache verwendet, oft als Lob für Kinder. Es kann auch als zustimmende Antwort dienen.
Du hast dein Zimmer aufgeräumt? Fein!
Um eine scharfe Wahrnehmung zu beschreiben, wird „fein“ in festen Wendungen mit Sinnesorganen verwendet. Typisch sind „eine feine Nase haben“ (auch figurativ) oder „ein feines Gehör haben“.
Meine Großmutter hat trotz ihres Alters noch ein sehr feines Gehör.
In einem negativen Kontext und mit sarkastischer Betonung bedeutet „fein“ das genaue Gegenteil von „gut“. Es drückt Ärger oder Enttäuschung aus.
Na fein, jetzt regnet es auch noch.
„gut“ und „fein“ können beide etwas Positives ausdrücken. „gut“ ist sehr allgemein und passt fast immer, wenn Qualität, Ergebnis oder Eignung positiv sind. „fein“ klingt genauer, wenn etwas elegant, zart oder besonders sorgfältig ist. Umgangssprachlich kann „fein“ auch einfach „gut“ oder „in Ordnung“ bedeuten, aber es wirkt oft etwas wärmer oder feiner im Ton. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide loben können. Als einfache Orientierung gilt: „gut“ ist neutral und breit verwendbar, „fein“ passt eher bei etwas Zartem, Elegantem oder als freundliches Lob.

Das Restaurant serviert feine kleine Kuchen zum Kaffee.
Mina findet den neuen Plan für die Arbeit gut.