
geboten
In einer bestimmten Situation erforderlich, angebracht oder ratsam.
Angesichts des schlechten Wetters ist besondere Vorsicht geboten.
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In einer bestimmten Situation erforderlich, angebracht oder ratsam.
Angesichts des schlechten Wetters ist besondere Vorsicht geboten.

Als Adjektiv verwendet, um etwas zu beschreiben, das angeboten oder zur Verfügung gestellt wurde. Es ist das Partizip II des Verbs „bieten“.
Er ergriff die gebotene Gelegenheit, um seine Idee vorzustellen.
„Geboten“ ist das Partizip II des Verbs „bieten“ (anbieten) oder des selteneren Verbs „gebieten“ (befehlen, erfordern). Aus diesen beiden Ursprüngen leiten sich die unterschiedlichen Bedeutungen ab.
Er hat mir seine Hilfe geboten.
Die Bedeutung hängt von der Satzposition ab. Steht „geboten“ am Satzende nach „ist“ oder „scheint“ (z.B. „Vorsicht ist geboten“), bedeutet es „erforderlich“. Steht es vor einem Nomen (z.B. „die gebotene Chance“), bedeutet es „angeboten“.
In dieser Situation ist Geduld geboten. (erforderlich)
Die Bedeutung „erforderlich“ oder „ratsam“ erscheint fast immer in der festen Struktur „[Nomen] ist geboten“. Das Nomen steht dabei im Nominativ.
Bei Glatteis ist höchste Vorsicht geboten.
In der Bedeutung „angeboten“ wird „geboten“ oft mit Nomen kombiniert, die eine Möglichkeit oder einen Vorteil beschreiben. Typisch sind „die gebotene Chance“, „die gebotene Gelegenheit“ oder „die gebotene Hilfe“.
Er nahm die gebotene Hilfe dankend an.
Notwendig und geboten können beide eine Handlung in einer bestimmten Situation begründen. Notwendig bedeutet, dass sie tatsächlich erforderlich ist, während geboten auch ausdrücken kann, dass sie nur angebracht oder ratsam ist. Wähle „notwendig“ bei echter Erforderlichkeit und „geboten“, wenn die Situation vor allem eine angemessene Reaktion nahelegt.

Nach dem Missverständnis war es geboten, ruhig miteinander zu sprechen.
Wegen des starken Regens war es notwendig, das undichte Fenster zu reparieren.