Ein feierliches, oft religiös oder moralisch begründetes Versprechen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen. Es wird als sehr bindend empfunden und oft in einem formellen Rahmen abgelegt.
beispiel
Die Ritter legten ein Gelübde ab, die Schwachen zu beschützen.
Tipps
Wortfamilie
„Das Gelübde“ gehört zur Wortfamilie des Verbs „geloben“, was „feierlich versprechen“ bedeutet. Das Nomen beschreibt das Ergebnis dieser Handlung: das feierlich gegebene Versprechen selbst.
BEISPIEL
Der Mönch legte ein Gelübde des Schweigens ab.
Typische Verbindungen
Ein Gelübde wird typischerweise mit dem Verb „ablegen“ verwendet. Weitere häufige Verben sind „ein Gelübde brechen“ (es nicht einhalten) oder „seinem Gelübde treu bleiben“.
BEISPIEL
Er hat sein Gelübde gebrochen und das Kloster verlassen.
Register und Stil
Dieses Wort ist sehr formell und wird hauptsächlich in religiösen, historischen oder literarischen Kontexten verwendet. Im Alltag benutzt man es nicht für normale Versprechen.
BEISPIEL
In alten Sagen legen Helden oft ein Gelübde ab, bevor sie in den Kampf ziehen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Gelübde vs Verpflichtung
„die Verpflichtung“ und „das Gelübde“ haben beide mit etwas zu tun, das man ernst nehmen und einhalten muss. „Verpflichtung“ ist das allgemeinere Wort. Es kann um eine gesetzliche, vertragliche, moralische oder freiwillige Pflicht gehen. „Gelübde“ ist ein feierliches Versprechen, oft mit religiösem oder moralischem Gewicht und in einem besonderen Rahmen. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide bindend wirken. Aber im Alltag sagt man meistens „Verpflichtung“. „Gelübde“ passt nur, wenn das Versprechen sehr feierlich und besonders ist.
Gelübde
Im Kloster legte der junge Mann ein feierliches Gelübde ab.
Verpflichtung
Mila hat morgen eine wichtige Verpflichtung und kann nicht mitkommen.