der Herr
Eine formelle Anrede für einen Mann, oft in Verbindung mit dem Nachnamen.
Guten Tag, Herr Müller, wie kann ich Ihnen helfen?

Herr
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Eine formelle Anrede für einen Mann, oft in Verbindung mit dem Nachnamen.
Guten Tag, Herr Müller, wie kann ich Ihnen helfen?

„Herr“ gehört zur N-Deklination. Das bedeutet, es erhält in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung „-n“ oder „-en“. Ein häufiger Fehler ist, diese Endung zu vergessen.
Ich spreche mit dem Herrn dort drüben.
Das Wort „Herr“ ist die Wurzel für andere Wörter, die mit Macht oder Kontrolle zu tun haben. Dazu gehören das Verb „herrschen“ und das Nomen „der Herrscher“.
Der König herrschte über ein großes Reich.
Wenn „Herr“ als direkte Anrede mit einem Nachnamen verwendet wird, steht es ohne Artikel. In Briefen und E-Mails ist die formelle Anrede „Sehr geehrter Herr...“ üblich.
Sehr geehrter Herr Schmidt, anbei sende ich Ihnen die Dokumente.
In der Bedeutung „Gebieter“ oder „Meister“ kommt „Herr“ in festen Wendungen vor. Beispiele sind „sein eigener Herr sein“ oder „Herr der Lage sein“.
Nach dem Umzug in die eigene Wohnung war er endlich sein eigener Herr.
Die religiöse Bedeutung erkennen Sie daran, dass „Herr“ oft mit dem bestimmten Artikel „der“ und ohne Namen verwendet wird. In diesem Kontext wird das Wort häufig großgeschrieben, auch wenn es nicht am Satzanfang steht.
Sie vertrauen auf die Hilfe des Herrn.
„der Mann“ und „der Herr“ können beide eine erwachsene männliche Person meinen. „Mann“ ist neutral und alltagssprachlich. „Herr“ klingt höflicher oder formeller, besonders mit einem Nachnamen, zum Beispiel „Herr Schneider“. Ohne Namen kann „der Herr“ auch etwas formell oder altmodisch wirken. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide auf männliche Erwachsene zeigen. Im Alltag sagt man meistens „Mann“, in Anreden, Briefen oder höflichen Situationen eher „Herr“.

Heute ruft Herr Kaya wegen des Vertrags noch einmal an.
Der Mann neben mir im Zug las die ganze Fahrt ein Buch.