kapitulieren
Im militärischen Sinne die Waffen niederlegen und sich dem Feind ergeben; den Kampf aufgeben.
Nach wochenlanger Belagerung war die Armee gezwungen zu kapitulieren.

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Im militärischen Sinne die Waffen niederlegen und sich dem Feind ergeben; den Kampf aufgeben.
Nach wochenlanger Belagerung war die Armee gezwungen zu kapitulieren.

„Kapitulieren“ ist ein Verb auf „-ieren“. Diese Verben sind immer regelmäßig und bilden das Perfekt mit „haben“ und dem Partizip II ohne „ge-“. Es heißt also „hat kapituliert“.
Er hat nach nur einer Stunde vor dem Computerspiel kapituliert.
Wenn man sagt, wovor man kapituliert, verwendet man die Präposition „vor“ mit Dativ. Das gilt sowohl für die militärische als auch für die übertragene Bedeutung.
Die Mannschaft kapitulierte vor dem überlegenen Gegner.
Im Alltag wird „kapitulieren“ sehr häufig im übertragenen Sinn verwendet. Es bedeutet dann, dass man eine schwierige Aufgabe, ein Problem oder eine Herausforderung aufgibt.
Nach zwei Stunden habe ich vor dem komplizierten Mathe-Rätsel kapituliert.
Ob die wörtliche oder die übertragene Bedeutung gemeint ist, erkennst du am Kontext. Wörter wie „Armee“, „Feind“ oder „Krieg“ deuten auf die militärische Bedeutung hin. Wörter wie „Aufgabe“, „Problem“ oder „Lernstoff“ deuten auf die übertragene Bedeutung hin.
Die Soldaten mussten nach langer Belagerung kapitulieren.
„kämpfen“ und „kapitulieren“ bilden einen klaren Gegensatz. Wer kämpft, leistet Widerstand oder setzt sich weiter für ein Ziel ein. Wer kapituliert, gibt den Kampf auf. Das kann militärisch gemeint sein, wenn eine Armee sich ergibt. Es kann aber auch übertragen gemeint sein, wenn jemand vor einer schweren Aufgabe aufgibt. „kämpfen“ betont also das Weitermachen trotz Widerstand; „kapitulieren“ betont das Aufgeben, weil man nicht mehr weiterkann oder keinen Ausweg sieht.

Vor dem kaputten Drucker kapituliert Herr Fischer nach einer Stunde.
Im Büro kämpft Herr Kaya mit einem schwierigen Technikproblem.