kränken
Die Gefühle einer Person verletzen, jemanden beleidigen oder demütigen.
Mit deiner unbedachten Äußerung hast du sie tief gekränkt.

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Die Gefühle einer Person verletzen, jemanden beleidigen oder demütigen.
Mit deiner unbedachten Äußerung hast du sie tief gekränkt.

Das Verb „kränken“ ist eng mit dem Adjektiv „krank“ verwandt. Jemanden zu kränken bedeutet metaphorisch, seine Seele oder seine Gefühle „krank“ zu machen.
Seine Kritik war so hart, dass sie mich wirklich gekränkt hat.
„Kränken“ ist ein transitives Verb. Die Person, deren Gefühle verletzt werden, steht immer im Akkusativ.
Ich wollte dich mit meiner E-Mail auf keinen Fall kränken.
Das Partizip „gekränkt“ wird oft als Adjektiv oder in der Wendung „sich gekränkt fühlen“ verwendet. Man kann auch sagen, dass jemand „tief gekränkt“ oder „leicht gekränkt“ ist.
Er reagiert nicht mehr auf meine Anrufe; ich glaube, er ist gekränkt.
„jemandem zu nahe treten“ und „kränken“ haben beide mit verletzten Gefühlen zu tun. „kränken“ sagt direkt, dass jemand emotional verletzt oder beleidigt wird. „jemandem zu nahe treten“ betont eher, dass man eine Grenze überschreitet, zum Beispiel durch eine zu persönliche Frage oder eine unpassende Bemerkung. Das kann jemanden kränken, muss aber nicht immer so stark gemeint sein. „kränken“ passt, wenn die Verletzung im Mittelpunkt steht; „zu nahe treten“ passt, wenn es um fehlenden Respekt oder zu viel Nähe geht.

Toms Bemerkung kränkt Lisa, obwohl er es nicht böse meint.
Ich wollte dir mit meiner Frage nicht zu nahe treten.