legitimieren
Etwas als rechtmäßig oder berechtigt anerkennen oder erklären; eine rechtliche oder moralische Grundlage für etwas schaffen.
Die Wahl hat die neue Regierung legitimiert.

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Etwas als rechtmäßig oder berechtigt anerkennen oder erklären; eine rechtliche oder moralische Grundlage für etwas schaffen.
Die Wahl hat die neue Regierung legitimiert.

„Legitimieren“ leitet sich vom Adjektiv „legitim“ (rechtmäßig, berechtigt) ab. Das Verb bedeutet also, etwas als legitim anzuerkennen oder die eigene Legitimität nachzuweisen.
Durch seine guten Argumente konnte er seine Position legitimieren.
Wenn es darum geht, die eigene Identität nachzuweisen, wird das Verb immer reflexiv gebraucht: „sich legitimieren“. Das Subjekt und das Reflexivpronomen sind dabei dieselbe Person.
Können Sie sich bitte mit einem gültigen Dokument legitimieren?
Beim Nachweis der Identität wird oft die Präposition „mit“ und der Dativ verwendet, um das Dokument zu nennen. Typische Muster sind „sich mit einem Ausweis/Pass legitimieren“.
Am Eingang musste ich mich mit meinem Presseausweis legitimieren.
In der Bedeutung „rechtfertigen“ wird „legitimieren“ oft mit abstrakten Objekten im Akkusativ verwendet. Häufige Kombinationen sind „eine Handlung“, „eine Entscheidung“ oder „eine Machtposition“ legitimieren.
Der König versuchte, seinen Anspruch auf den Thron zu legitimieren.
„begründen“ und „legitimieren“ können beide erklären, warum etwas berechtigt erscheint. „begründen“ benutzt man, wenn man Gründe nennt und eine Entscheidung, Meinung oder Handlung verständlich macht. „legitimieren“ ist stärker und oft formeller: Es geht darum, etwas als rechtmäßig, erlaubt oder moralisch berechtigt darzustellen. Eine Entscheidung kann man mit Argumenten begründen; eine Maßnahme legitimiert man, wenn sie dadurch als berechtigt gelten soll.

Die Regierung versucht, die neuen Kontrollen mit dem Schutz der Bevölkerung zu legitimieren.
Die Chefin begründet die Änderung mit den vielen Beschwerden der Kunden.