loslassen
Aufhören, etwas oder jemanden physisch festzuhalten.
Lass mein Handgelenk los, du tust mir weh!

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Aufhören, etwas oder jemanden physisch festzuhalten.
Lass mein Handgelenk los, du tust mir weh!

„Loslassen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „los“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er ließ die Tasche einfach los.
Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „los-“ und dem Verb „lassen“ zusammen. „Los-“ drückt hier eine Trennung oder Befreiung aus, was die Bedeutung „aufhören zu halten“ oder „sich befreien“ ergibt.
Bitte lass meine Hand los!
Ob die physische oder die emotionale Bedeutung gemeint ist, erkennen Sie am Objekt. Bei konkreten Dingen („Hand“, „Seil“) geht es um Festhalten, bei abstrakten Begriffen („Vergangenheit“, „Sorgen“) um emotionales Befreien.
Der Kletterer durfte das Seil auf keinen Fall loslassen.
Im übertragenen Sinn wird „loslassen“ oft mit emotionalen oder abstrakten Konzepten verbunden. Typisch sind: „die Vergangenheit loslassen“, „die Kontrolle loslassen“ oder „alte Ängste loslassen“.
Im Urlaub konnte sie endlich den ganzen Stress loslassen.
„halten“ und „loslassen“ bilden hier einen klaren Gegensatz. Wenn man etwas hält, greift man es und lässt es nicht weg. Wenn man etwas loslässt, beendet man dieses Festhalten. Das kann ein Gegenstand, eine Person oder auch ein Tier sein. „halten“ beschreibt also das Behalten in der Hand oder im Arm, „loslassen“ beschreibt den Moment, in dem man die Hand öffnet oder die Person oder das Tier freigibt.

Lass den Hund erst los, wenn das Tor geschlossen ist.
Vor der Reise hat sie das Kind fest an der Hand gehalten.