
die Marge
Im wirtschaftlichen Kontext die Differenz zwischen dem Einkaufs- oder Herstellungspreis und dem Verkaufspreis einer Ware; die Gewinnspanne.
Der Einzelhändler arbeitet bei diesen Produkten nur mit einer sehr kleinen Marge.
Marge
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Im wirtschaftlichen Kontext die Differenz zwischen dem Einkaufs- oder Herstellungspreis und dem Verkaufspreis einer Ware; die Gewinnspanne.
Der Einzelhändler arbeitet bei diesen Produkten nur mit einer sehr kleinen Marge.

Ein Spielraum oder eine Bandbreite für Abweichungen, Fehler oder Verhandlungen.
Bei den Preisverhandlungen gibt es kaum noch eine Marge für weitere Zugeständnisse.

Der unbedruckte Rand einer Buch- oder Heftseite. In dieser Bedeutung ist „der Seitenrand“ gebräuchlicher.
Der Professor schrieb seine Anmerkungen direkt auf die Marge des Manuskripts.
Obwohl „die Marge“ wie das englische „margin“ aussieht, wird es im Deutschen fast ausschließlich im wirtschaftlichen Sinn für „Gewinnspanne“ oder im übertragenen Sinn für „Spielraum“ verwendet. Für den Rand einer Seite ist das Wort sehr unüblich.
Mit einer so geringen Marge kann das Geschäft kaum überleben.
Dies ist die häufigste Bedeutung des Wortes. Es ist ein Fachbegriff aus der Wirtschaft und dem Handel. Man hört und liest es oft in Nachrichten oder Geschäftsberichten.
Die Margen im Lebensmittelhandel sind traditionell sehr niedrig.
Im wirtschaftlichen Kontext wird „Marge“ oft mit Adjektiven wie „hoch“, „niedrig“, „klein“ oder „groß“ kombiniert. Typische Verben sind „eine Marge haben“, „die Marge berechnen“ oder „mit einer Marge arbeiten“.
Der Verkäufer hat bei diesem Produkt eine sehr hohe Marge.
Diese Bedeutung ist im heutigen Deutsch sehr selten. In der Regel wird für den Rand einer Seite das Wort „der Seitenrand“ verwendet. „Marge“ in diesem Sinn findet man fast nur noch in der Fachsprache des Buchdrucks.
Der Lektor notierte seine Korrekturen auf der breiten Marge des Textes.
Toleranz und Marge können bei einer möglichen Abweichung einen bestimmten Spielraum bezeichnen. Die Toleranz ist dabei der zulässige Bereich um ein Nennmaß, während die Marge allgemeiner einen verfügbaren Spielraum oder eine Bandbreite meint. Bei festgelegten Maßabweichungen passt „Toleranz“, bei Planung oder Unsicherheit eher „Marge“.

Bei der Planung lassen wir eine Marge von zwei Millimetern zu.
Bei diesem Bauteil gilt eine Toleranz von zwei Millimetern.