merklich
Deutlich wahrnehmbar, spürbar oder sichtbar; so, dass man es bemerken kann.
Nachdem die Heizung angestellt wurde, wurde es im Raum merklich wärmer.

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Deutlich wahrnehmbar, spürbar oder sichtbar; so, dass man es bemerken kann.
Nachdem die Heizung angestellt wurde, wurde es im Raum merklich wärmer.

„Merklich“ leitet sich direkt vom Verb „merken“ (bemerken, wahrnehmen) ab. Die Endung „-lich“ bedeutet „-bar“, also ist etwas „merklich“, wenn man es bemerken kann.
Hast du gemerkt, dass es kälter geworden ist?
„Merklich“ kann als Adjektiv vor einem Nomen stehen oder als Adverb ein Verb oder ein anderes Adjektiv beschreiben. Als Adverb bleibt die Form unverändert.
Es gab eine merkliche Verbesserung seiner Noten.
„Merklich“ wird oft verwendet, um eine Veränderung oder einen Zustand zu beschreiben. Typische Kombinationen sind „ein merklicher Unterschied“, „eine merkliche Besserung“ oder „merklich kälter/leiser/besser werden“.
Der Unterschied zwischen den beiden Versionen ist nur gering, aber merklich.
„deutlich“ und „merklich“ beschreiben beide, dass etwas gut wahrnehmbar ist. „deutlich“ ist aber breiter: Man kann deutlich sprechen, eine deutliche Schrift sehen oder einen deutlichen Unterschied erkennen. „merklich“ benutzt man eher, wenn man eine Veränderung oder Wirkung bemerkt, zum Beispiel bei Temperatur, Stimmung oder Leistung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft „spürbar“ oder „sichtbar“ meinen. Als einfache Orientierung gilt: „deutlich“ passt zu klarer Wahrnehmung und klarer Aussage, „merklich“ passt besonders zu bemerkbaren Veränderungen.

Nach dem Lüften ist die Luft im Zimmer merklich frischer.
Auf dem neuen Foto sind die Farben der Blätter deutlich zu sehen.