
missachten
Eine Regel, ein Gesetz, eine Anweisung oder einen Befehl bewusst ignorieren oder nicht befolgen.
Wer die rote Ampel missachtet, riskiert einen schweren Unfall.
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Eine Regel, ein Gesetz, eine Anweisung oder einen Befehl bewusst ignorieren oder nicht befolgen.
Wer die rote Ampel missachtet, riskiert einen schweren Unfall.

Einer Person keinen Respekt oder keine Achtung entgegenbringen; jemanden geringschätzen oder ignorieren.
Er fühlte sich von seinen Kollegen missachtet, da sie seine Vorschläge nie ernst nahmen.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „miss-“ und dem Verb „achten“. Die Vorsilbe „miss-“ drückt immer etwas Negatives oder Falsches aus, wie auch in „Missverständnis“ oder „misslingen“. „Missachten“ bedeutet also wörtlich, jemandem oder etwas nicht die nötige Achtung zu schenken.
Er hat meine Anweisungen komplett missachtet.
„Missachten“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „miss-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Sie missachtet die Verkehrsregeln.
Das Verb „missachten“ benötigt immer ein direktes Objekt im Akkusativ. Man fragt: Wen oder was missachten? Dieses Objekt ist die Person, die Regel oder die Sache, die ignoriert wird.
Der Radfahrer missachtete das Stoppschild.
Wenn es um Regeln geht, wird „missachten“ oft mit Nomen wie „Gesetz“, „Vorschrift“, „Befehl“ oder „Warnung“ kombiniert.
Wer die Sicherheitsvorschriften missachtet, gefährdet sich und andere.
Beide Verben passen bei einer nicht befolgten Regel. Missachten betont, dass jemand die Regel bewusst ignoriert; verletzen bezeichnet den dadurch entstandenen Verstoß. Geht es um die bewusste Nichtbeachtung, passt missachten, beim Verstoß selbst eher verletzen.

Obwohl er die Anweisung kennt, missachtet er die Sicherheitsregel und öffnet die Tür.
Indem er die gesperrte Tür öffnet, verletzt er die Sicherheitsregel.