nahe
Beschreibt eine geringe räumliche Entfernung zu etwas oder jemandem.
Wir wohnen ganz nahe am Bahnhof.

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Beschreibt eine geringe räumliche Entfernung zu etwas oder jemandem.
Wir wohnen ganz nahe am Bahnhof.

Das Adjektiv „nahe“ gehört zur Wortfamilie von „die Nähe“ (Substantiv). Beide drücken eine geringe Distanz aus, sei es räumlich, zeitlich oder emotional.
Ich suche eine Wohnung in der Nähe des Parks.
Das Wort „nahe“ wird oft mit dem Dativ verwendet, um die Beziehung zu etwas oder jemandem auszudrücken. Eine Präposition ist dabei nicht immer notwendig.
Das Geschäft liegt dem Bahnhof nahe.
Im Kontext von persönlichen Beziehungen wird „nahe“ oft mit „Verwandte“ oder „Freunde“ kombiniert. Die Wendung „sich nahestehen“ bedeutet, eine sehr enge Beziehung zu haben.
Nur die nahen Angehörigen waren zur Beerdigung eingeladen.
Die Wendung „jemandem etwas nahelegen“ ist eine feste Konstruktion. Die Person steht im Dativ und die Sache, die empfohlen wird, im Akkusativ.
Ich möchte dir dringend nahelegen, noch einmal darüber nachzudenken.
Die Redewendung „jemandem zu nahe treten“ ist eine feste Konstruktion. Die Person, die man potenziell verletzen könnte, steht immer im Dativ.
Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber diese Krawatte passt nicht zu Ihrem Hemd.
„bei“ und „nahe“ können beide sagen, dass etwas nicht weit entfernt ist. „bei“ ist eine Präposition und steht direkt mit einem Ort oder einer Person: bei der Schule, bei meiner Wohnung. „nahe“ ist ein Adjektiv und beschreibt die geringe Entfernung selbst. Es steht oft mit „an“, „bei“ oder „von“: nahe am Bahnhof, nahe bei uns. „bei“ klingt im Alltag oft natürlicher, wenn man nur ungefähr den Ort nennt. „nahe“ betont stärker, dass die Entfernung klein ist.

Die neue Wohnung ist nahe am Stadtpark.
Wir treffen uns bei der Bushaltestelle vor dem Kino.