nun
Gibt den aktuellen Zeitpunkt an und ist ein Synonym für 'jetzt'.
Früher war hier ein Feld, nun steht hier ein Supermarkt.

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Gibt den aktuellen Zeitpunkt an und ist ein Synonym für 'jetzt'.
Früher war hier ein Feld, nun steht hier ein Supermarkt.

Wenn 'nun' am Satzanfang steht, folgt meistens direkt das konjugierte Verb. Diese Wortstellung (Inversion) ist typisch, wenn 'nun' eine zeitliche oder logische Folge einleitet.
Nun beginnt die Vorstellung.
Um die Bedeutung zu erkennen, achte auf den Satzbau. Leitet 'nun' eine logische Konsequenz ein, ist es wie 'deshalb'. Markiert es einen Zeitpunkt, ist es wie 'jetzt'. Als Partikel in der Satzmitte drückt es oft eine Emotion aus.
Es hat geregnet. Nun sind die Straßen nass.
In der Bedeutung 'jetzt' wird 'nun' oft in der Schriftsprache oder in einem etwas formelleren, erzählenden Stil verwendet. Es kann einen Übergang in einer Geschichte oder Argumentation markieren.
Nach langer Diskussion kamen sie nun zu einem Ergebnis.
Als Partikel ist 'nun' Teil von festen Wendungen wie 'nun ja' oder 'nun gut'. Diese drücken oft eine leichte Resignation oder Akzeptanz aus.
Nun ja, da kann man nichts machen.
Die einzelne Frage 'Nun?' ist eine sehr direkte Aufforderung, zu sprechen oder zu reagieren. Sie erzeugt eine Erwartungshaltung beim Gegenüber.
Ich habe meine Geschichte beendet. Nun? Was meinst du?
„aber“ und „nun“ können beide in Gesprächen helfen, nach einer Pause weiterzusprechen. „aber“ führt oft zurück zum eigentlichen Thema oder bringt einen Gegensatz. „nun“ klingt eher wie ein ruhiger Übergang: Man setzt die Erzählung fort, schwächt etwas ab oder zeigt, dass man die Situation akzeptiert. Sie können verwechselt werden, weil beide manchmal nicht viel eigene Information tragen. Wenn ein klarer Gegensatz gemeint ist, nimm „aber“. Wenn du nur weiterreden oder etwas vorsichtig einleiten willst, passt „nun“ besser.

Nun, bei der Arbeit lernen wir jeden Tag etwas Neues.
Im Restaurant ist es gemütlich, aber die Bedienung ist heute sehr langsam.