jetzt
Bezeichnet den gegenwärtigen Augenblick; in diesem Moment.
Ich kann nicht telefonieren, ich esse gerade jetzt.

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Bezeichnet den gegenwärtigen Augenblick; in diesem Moment.
Ich kann nicht telefonieren, ich esse gerade jetzt.

„Jetzt“ kann flexibel im Satz platziert werden. An Position 1 betont es den Zeitpunkt und erfordert eine Inversion (Verb an Position 2). Im Satzinneren steht es meist nach dem konjugierten Verb.
Jetzt fängt der Film an.
„Jetzt“ kann auch eine emotionale Reaktion wie Ungeduld oder Entschlossenheit ausdrücken. In diesem Fall markiert es weniger einen Zeitpunkt als vielmehr eine Konsequenz oder einen Wendepunkt.
Jetzt hör aber auf damit!
Wenn „jetzt“ im Kontrast zur Vergangenheit (z.B. mit Wörtern wie „früher“) verwendet wird, bezieht es sich nicht nur auf den Moment, sondern auf die gesamte heutige Zeit oder Epoche.
Früher war alles aus Holz, jetzt ist vieles aus Plastik.
Der Ausdruck „ab jetzt“ markiert einen Startpunkt in der Gegenwart und blickt in die Zukunft. Er bedeutet „von diesem Moment an“.
Ab jetzt rauche ich nicht mehr.
„jetzt“ und „also“ können beide eine Folge aus einer Situation einleiten. „also“ zeigt meistens klar eine logische Schlussfolgerung: Etwas ist so, deshalb passiert etwas anderes. „jetzt“ kann auch eine Konsequenz ausdrücken, klingt aber oft stärker nach der aktuellen Situation oder nach Entschlossenheit. Lernende verwechseln die Wörter leicht, weil beide am Satzanfang stehen können. Wenn du wirklich „deshalb“ meinst, passt „also“ oft genauer. Wenn du den neuen Zustand ab diesem Moment betonst, passt „jetzt“ natürlicher.

Der Bus ist weg, jetzt müssen wir zu Fuß gehen.
Er hat den Termin vergessen, also ruft er im Büro an.