predigen
Im religiösen Kontext eine Predigt oder eine religiöse Ansprache halten.
Der Pfarrer predigt jeden Sonntag über einen Abschnitt aus der Bibel.

Loading your saved state.
Im religiösen Kontext eine Predigt oder eine religiöse Ansprache halten.
Der Pfarrer predigt jeden Sonntag über einen Abschnitt aus der Bibel.

Das Verb „predigen“ ist direkt mit dem Nomen „die Predigt“ (der Vortrag in der Kirche) verbunden. Wer predigt, hält eine Predigt.
Die Predigt des Priesters war sehr inspirierend.
Wenn man jemanden belehrt, steht die Person, die die Moralpredigt erhält, im Dativ. Man predigt „jemandem“ etwas.
Meine Mutter predigt mir ständig, ich solle mein Zimmer aufräumen.
Außerhalb des religiösen Kontexts hat „predigen“ oft einen negativen, genervten Unterton. Es bedeutet, dass jemand auf eine unerwünschte und belehrende Weise Ratschläge gibt.
Ich weiß, dass Rauchen ungesund ist, du musst es mir nicht jeden Tag predigen.
Die Redewendung „Wasser predigen und Wein trinken“ ist eine feste Einheit. Sie beschreibt heuchlerisches Verhalten, also wenn jemand von anderen etwas fordert, das er selbst nicht tut.
Er sagt, wir sollen sparen, kauft sich aber selbst ein teures Auto. Er predigt Wasser und trinkt Wein.
„verkünden“ und „predigen“ können beide im religiösen Kontext vorkommen. „verkünden“ meint dann, dass eine religiöse Botschaft verbreitet oder öffentlich gesagt wird. „predigen“ ist genauer, wenn jemand eine Predigt oder religiöse Ansprache hält. Außerhalb der Religion kann „predigen“ auch negativ klingen: Jemand redet belehrend und sagt anderen, wie sie sich verhalten sollen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit einer Botschaft zu tun haben. Praktisch gilt: Eine Botschaft kann man verkünden, eine Predigt hält man, indem man predigt.

Meine Mutter predigt mir ständig, dass ich mehr sparen soll.
Der Priester verkündete den Menschen eine Botschaft der Hoffnung.