
projizieren
Ein Bild, einen Film oder Licht mithilfe eines Projektors auf eine Oberfläche werfen.
Für den Vortrag projizieren wir die Folien an die weiße Wand.
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Ein Bild, einen Film oder Licht mithilfe eines Projektors auf eine Oberfläche werfen.
Für den Vortrag projizieren wir die Folien an die weiße Wand.

In der Psychologie das Übertragen von eigenen, oft unbewussten Gefühlen, Wünschen oder Eigenschaften auf eine andere Person.
Sie projiziert ihre eigene Unsicherheit auf ihre Kollegen und unterstellt ihnen Inkompetenz.

In der Geometrie oder Kartografie eine räumliche Figur auf eine Ebene oder eine andere Fläche abbilden.
Um eine Weltkarte zu erstellen, muss man die Kugeloberfläche der Erde auf eine Ebene projizieren.
Das Wort stammt vom lateinischen „proicere“ (vorwärts werfen). Diese Grundidee findet sich in allen Bedeutungen wieder: Man „wirft“ ein Bild an die Wand, „wirft“ eigene Gefühle auf andere oder „wirft“ eine 3D-Form auf eine 2D-Fläche.
Er projiziert seine eigenen Ängste auf seine Kinder.
Alle Bedeutungen folgen oft dem gleichen Muster: „etwas (Akkusativ) auf etwas/jemanden (Akkusativ) projizieren“. Die Präposition „auf“ ist also zentral für die Konstruktion des Satzes.
Der Lehrer projiziert das Arbeitsblatt an die Tafel.
Der Kontext verrät die Bedeutung: Geht es um Technik (Beamer, Film), ist die erste Bedeutung gemeint. Geht es um Gefühle und Psychologie, ist es die zweite. Geht es um Mathematik oder Geografie, ist es die dritte.
Im Kino wird der Film auf eine riesige Leinwand projiziert.
Die psychologische Bedeutung von „projizieren“ ist Fachsprache, die aber auch in der gebildeten Alltagssprache verwendet wird, um das Übertragen eigener Gefühle zu beschreiben.
Im Streit projizierte er seine Unzufriedenheit auf seine Partnerin.
Für die psychologische Verwechslung zwischen „übertragen“ und „projizieren“ ist in den angegebenen Bedeutungen von „übertragen“ keine passende Bedeutung genannt. Deshalb lässt sich dieser Unterschied mit den vorliegenden Daten nicht zuverlässig erklären; „projizieren“ bezeichnet hier die Zuschreibung eigener Gefühle oder Eigenschaften auf eine andere Person.

Der Patient projiziert seine eigenen Ängste auf den Arzt.
Die vorliegenden Angaben belegen „übertragen“ in diesem psychologischen Sinn nicht.