quetschen
Etwas mit starkem Druck pressen, sodass es seine Form verliert, beschädigt wird oder eine Flüssigkeit austritt.
Für den frischen Saft müssen wir noch ein paar Orangen quetschen.

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Etwas mit starkem Druck pressen, sodass es seine Form verliert, beschädigt wird oder eine Flüssigkeit austritt.
Für den frischen Saft müssen wir noch ein paar Orangen quetschen.

„Quetschen“ wird oft reflexiv verwendet, hat dann aber zwei verschiedene Strukturen. „Sich quetschen“ bedeutet, sich in einen engen Raum zu zwängen. „Sich (Dativ) etwas (Akkusativ) quetschen“ bedeutet, sich einen Körperteil einzuklemmen und zu verletzen.
Alle quetschten sich in den kleinen Aufzug.
In der Grundbedeutung „pressen“ wird „quetschen“ häufig im Zusammenhang mit der Zubereitung von Lebensmitteln benutzt. Typische Objekte sind Früchte oder Gemüse, aus denen man Saft oder Mus gewinnen will.
Für das Dressing müssen wir noch eine Knoblauchzehe quetschen.
Wenn sich Personen irgendwo hineinzwängen, steht „sich quetschen“ fast immer mit einer Präposition, die den engen Ort beschreibt. Typisch sind „in“, „auf“ oder „zwischen“ mit dem Akkusativ.
Wir quetschten uns zu viert auf das kleine Sofa.
„drücken“ und „quetschen“ haben beide mit Druck zu tun. „drücken“ ist meist neutral: Man übt mit der Hand oder den Fingern Druck auf etwas aus, zum Beispiel auf einen Knopf. „quetschen“ bedeutet stärkeren Druck, bei dem etwas eng zusammengepresst, verformt oder sogar verletzt wird. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Druckbewegung beschreiben. Als einfache Orientierung gilt: Einen Knopf drückt man, eine weiche Frucht oder einen Finger kann man quetschen.

Beim Schließen der Schublade hat sich Tom den Finger gequetscht.
Aylin drückt am Bahnhof auf den grünen Knopf am Automaten.