
raffen
Etwas gierig und schnell an sich nehmen, oft auf unehrliche Weise. Meist bezieht es sich auf Geld oder Wertgegenstände.
Er versuchte, so viel Geld wie möglich an sich zu raffen, bevor die Firma bankrottging.
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Etwas gierig und schnell an sich nehmen, oft auf unehrliche Weise. Meist bezieht es sich auf Geld oder Wertgegenstände.
Er versuchte, so viel Geld wie möglich an sich zu raffen, bevor die Firma bankrottging.

Sich überwinden oder die nötige Energie aufbringen, um etwas zu tun, wozu man eigentlich keine Lust oder Kraft hat.
Ich konnte mich heute Morgen einfach nicht zum Joggen aufraffen.

Umgangssprachlich für etwas verstehen oder begreifen, oft nach einigem Nachdenken.
Ich habe die Anleitung dreimal gelesen, aber ich raffe es immer noch nicht.

Stoff oder Kleidung in Falten zusammenfassen oder hochnehmen.
Sie raffte ihr langes Kleid, um die Treppe hinaufzusteigen.

Gehoben oder literarisch für den Tod einer Person oder eines Tieres, oft durch eine Krankheit oder Katastrophe. Meist in der Wendung „dahinraffen“.
Die Seuche raffte innerhalb weniger Monate Tausende von Menschen dahin.
In dieser Bedeutung wird oft die Wendung „etwas an sich raffen“ verwendet. Die Ergänzung „an sich“ betont den egoistischen und gierigen Charakter der Handlung.
Der Diktator raffte alle Schätze des Landes an sich.
Die Wendung „sich aufraffen“ ist reflexiv und wird oft mit einer „zu“ + Infinitiv-Konstruktion verbunden. Sie beschreibt, dass man Motivation für eine unangenehme Aufgabe findet.
Ich muss mich endlich aufraffen, die Steuererklärung zu machen.
Man kann sich „sich aufraffen“ bildlich vorstellen: „raffen“ bedeutet „zusammenfassen“ oder „greifen“. Man greift sich quasi selbst und richtet sich „auf“, um aktiv zu werden.
Komm, raff dich auf, wir gehen eine Runde spazieren!
In der Bedeutung „verstehen“ oder „begreifen“ ist „raffen“ sehr umgangssprachlich. Man sollte es nur in informellen Gesprächen mit Freunden verwenden.
Erklär es mir nochmal langsam. Ich raff es einfach nicht.
Die wörtlichste Bedeutung von „raffen“ bezieht sich auf Stoff. Wenn von Kleidern, Röcken oder Vorhängen die Rede ist, bedeutet es, den Stoff hochzuheben oder in Falten zu legen.
Die Braut raffte ihr Kleid, um nicht darüber zu stolpern.
Die Wendung „dahinraffen“ ist ein trennbares Verb und gehört einem gehobenen, literarischen Sprachstil an. Sie wird verwendet, um den Tod durch eine Krankheit oder Katastrophe auszudrücken.
Die Pest raffte einen großen Teil der Bevölkerung dahin.
„Stehlen“ bezeichnet konkret das heimliche und unrechtmäßige Wegnehmen fremden Eigentums. „Raffen“ betont dagegen, dass jemand gierig und schnell Geld oder Wertsachen an sich nimmt, oft in großer Menge und auf unehrliche Weise. Für den konkreten Diebstahl passt „stehlen“, für die Gier „raffen“.

Der korrupte Angestellte raffte in kurzer Zeit große Mengen Geld an sich.
Der Angestellte stahl heimlich mehrere Geldscheine aus der Kasse.