raffen
Etwas gierig und schnell an sich nehmen, oft auf unehrliche Weise. Meist bezieht es sich auf Geld oder Wertgegenstände.
Er versuchte, so viel Geld wie möglich an sich zu raffen, bevor die Firma bankrottging.

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Etwas gierig und schnell an sich nehmen, oft auf unehrliche Weise. Meist bezieht es sich auf Geld oder Wertgegenstände.
Er versuchte, so viel Geld wie möglich an sich zu raffen, bevor die Firma bankrottging.

In dieser Bedeutung wird oft die Wendung „etwas an sich raffen“ verwendet. Die Ergänzung „an sich“ betont den egoistischen und gierigen Charakter der Handlung.
Der Diktator raffte alle Schätze des Landes an sich.
Die Wendung „sich aufraffen“ ist reflexiv und wird oft mit einer „zu“ + Infinitiv-Konstruktion verbunden. Sie beschreibt, dass man Motivation für eine unangenehme Aufgabe findet.
Ich muss mich endlich aufraffen, die Steuererklärung zu machen.
Man kann sich „sich aufraffen“ bildlich vorstellen: „raffen“ bedeutet „zusammenfassen“ oder „greifen“. Man greift sich quasi selbst und richtet sich „auf“, um aktiv zu werden.
Komm, raff dich auf, wir gehen eine Runde spazieren!
In der Bedeutung „verstehen“ oder „begreifen“ ist „raffen“ sehr umgangssprachlich. Man sollte es nur in informellen Gesprächen mit Freunden verwenden.
Erklär es mir nochmal langsam. Ich raff es einfach nicht.
Die wörtlichste Bedeutung von „raffen“ bezieht sich auf Stoff. Wenn von Kleidern, Röcken oder Vorhängen die Rede ist, bedeutet es, den Stoff hochzuheben oder in Falten zu legen.
Die Braut raffte ihr Kleid, um nicht darüber zu stolpern.
Die Wendung „dahinraffen“ ist ein trennbares Verb und gehört einem gehobenen, literarischen Sprachstil an. Sie wird verwendet, um den Tod durch eine Krankheit oder Katastrophe auszudrücken.
Die Pest raffte einen großen Teil der Bevölkerung dahin.
„verstehen“ und „raffen“ können beide bedeuten, dass man etwas begreift. „verstehen“ ist neutral und passt in allen normalen Situationen, auch in Schule, Beruf oder formellen Gesprächen. „raffen“ ist umgangssprachlich und klingt sehr locker. Man benutzt es oft, wenn jemand etwas nach längerem Nachdenken endlich begreift oder wenn man ungeduldig sagt, dass jemand etwas nicht kapiert. In höflichen oder offiziellen Situationen sollte man eher „verstehen“ sagen. „Raffen“ passt nur in vertrauten Gesprächen.

Beim Einkaufen rafft der Fahrer plötzlich, dass er seine Liste zu Hause vergessen hat.
Wegen der lauten Musik hat die Fahrerin die Durchsage nicht verstanden.