
stehlen
Jemandem heimlich und unrechtmäßig etwas wegnehmen, das ihm gehört.
Gestern Nacht hat jemand mein Fahrrad aus dem Keller gestohlen.
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Jemandem heimlich und unrechtmäßig etwas wegnehmen, das ihm gehört.
Gestern Nacht hat jemand mein Fahrrad aus dem Keller gestohlen.

Sich heimlich und unbemerkt entfernen, oft um einer unangenehmen Situation oder einer Pflicht zu entgehen.
Als es ans Aufräumen ging, hat er sich einfach davongestohlen.

Unerwartet mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als die Person, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte.
Mit ihrem spektakulären Auftritt hat die Nebendarstellerin der Hauptdarstellerin die Schau gestohlen.

Im übertragenen Sinn etwas Immaterielles wie Zeit oder Aufmerksamkeit beanspruchen.
Ich möchte Ihnen nicht Ihre wertvolle Zeit stehlen, aber ich habe eine kurze Frage.
„Stehlen“ ist ein starkes Verb. Achte auf den Vokalwechsel im Präsens (e → ie für 2./3. Person Singular) und in den Vergangenheitsformen: er stiehlt, er stahl, er hat gestohlen.
Pass auf deine Tasche auf, damit niemand etwas stiehlt.
Das Verb „stehlen“ wird oft mit zwei Objekten verwendet. Die Person, der etwas weggenommen wird, steht im Dativ, und die gestohlene Sache steht im Akkusativ.
Ein Unbekannter hat mir (Dativ) mein Portemonnaie (Akkusativ) gestohlen.
Die Wendung „sich davonstehlen“ ist reflexiv und hat eine trennbare Vorsilbe. Im Hauptsatz steht das Reflexivpronomen direkt nach dem Verb und „davon“ am Satzende.
Er wollte nicht helfen und stahl sich leise davon.
Die Redewendung „jemandem die Schau stehlen“ bedeutet, unerwartet mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Person, die die Aufmerksamkeit verliert, steht im Dativ.
Mit ihrem lustigen Hut hat sie allen anderen die Schau gestohlen.
„Stehlen“ kann auch mit abstrakten Dingen verwendet werden. Häufige Verbindungen sind „jemandem die Zeit stehlen“ oder „jemandem den letzten Nerv stehlen“.
Ich will dir nicht deine Zeit stehlen, aber ich habe eine kurze Frage.
„Stehlen“ bezeichnet neutral, dass jemand einer anderen Person unrechtmäßig etwas wegnimmt. „Jemanden um etwas erleichtern“ kann dieselbe Handlung umgangssprachlich und oft ironisch umschreiben. Für eine direkte sachliche Aussage passt „stehlen“, für eine ironische Formulierung „erleichtern“.

Ein Taschendieb stahl dem Touristen im Gedränge die Geldbörse.
Ein Taschendieb erleichterte den Touristen im Gedränge um seine Geldbörse.