rausholen
Etwas aus einem Behälter, einem Ort oder einer Umschließung entfernen und nach außen bringen.
Kannst du bitte die Milch aus dem Kühlschrank rausholen?

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Etwas aus einem Behälter, einem Ort oder einer Umschließung entfernen und nach außen bringen.
Kannst du bitte die Milch aus dem Kühlschrank rausholen?

„Rausholen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „raus-“ steht im Hauptsatz am Ende, während sie im Nebensatz und im Infinitiv mit „zu“ mit dem Verb verbunden bleibt.
Er holt ein Buch aus dem Regal raus.
Die Vorsilbe „raus-“ ist die umgangssprachliche und häufig verwendete Kurzform von „heraus-“. Im gesprochenen Deutsch ist „rausholen“ viel üblicher als „herausholen“.
Holst du bitte den Müll raus?
Die Präposition „aus“ hilft, die Bedeutungen zu unterscheiden. „Aus dem Kühlschrank“ ist wörtlich, „aus der Mannschaft“ bezieht sich auf Leistung und „aus dem Feuer“ auf eine Rettung.
Er holt das Beste aus sich raus.
In der wörtlichen Bedeutung folgt das Verb oft dem Muster: „jemand holt [Akkusativobjekt] aus [Dativobjekt] raus“.
Ich habe die alten Fotos aus der Kiste rausgeholt.
„retten“ und „rausholen“ können ähnlich sein, wenn jemand aus einer schwierigen oder gefährlichen Lage befreit wird. „retten“ ist der genauere und neutralere Ausdruck, besonders bei echter Gefahr oder Not. „rausholen“ klingt umgangssprachlicher und betont eher, dass jemand aus einer Lage herausgebracht wird. Man kann jemanden aus einem brennenden Haus retten; man kann aber auch umgangssprachlich sagen, dass die Polizei jemanden aus einer gefährlichen Situation rausholt. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide Befreiung ausdrücken können. Wenn die Gefahr oder die Rettung im Mittelpunkt steht, ist „retten“ natürlicher. Wenn das Herausbringen aus der Situation betont wird, passt „rausholen“.

Mein Freund hat mich aus dem Streit rausgeholt, bevor es schlimmer wurde.
Die Feuerwehr konnte das Kind rechtzeitig aus dem Haus retten.