reiben
Etwas mit Druck auf einer Oberfläche hin- und herbewegen.
Er rieb sich die kalten Hände, um sie zu wärmen.

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Etwas mit Druck auf einer Oberfläche hin- und herbewegen.
Er rieb sich die kalten Hände, um sie zu wärmen.

Die Bedeutung von „reiben“ erkennst du am Kontext. Geht es um Körperteile, bedeutet es „hin- und herbewegen“. Bei Lebensmitteln in der Küche bedeutet es „zerkleinern“. Die Präposition „an“ mit einer Person oder Idee deutet auf einen Konflikt hin.
Sie rieb die Creme sanft in die Haut ein.
Wenn man einen Teil des eigenen Körpers reibt, wird das Verb oft reflexiv verwendet. Die Person steht dabei im Dativ (wem?) und der Körperteil im Akkusativ (was?).
Ich reibe mir die müden Augen.
Das Partizip II „gerieben“ wird sehr häufig wie ein Adjektiv vor einem Nomen verwendet, um zerkleinerte Lebensmittel zu beschreiben.
Auf die Pasta kommt zum Schluss noch geriebener Parmesan.
In der übertragenen Bedeutung „in Konflikt geraten“ wird „reiben“ immer reflexiv mit der Präposition „an“ und dem Dativ verwendet. Die feste Wendung lautet „sich an jemandem/etwas reiben“.
Der Künstler rieb sich in seinen Werken immer wieder an der Gesellschaft.
„streiten“ und „sich an jemandem oder etwas reiben“ können beide mit Konflikten zu tun haben. „streiten“ beschreibt einen offenen Streit, bei dem Personen klar gegeneinander reden. „sich an jemandem reiben“ ist bildlicher: Eine Person fühlt sich durch jemanden oder etwas immer wieder gestört oder herausgefordert. Daraus kann ein Streit entstehen, aber es muss nicht jedes Mal ein lautes Gespräch geben. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide Konflikt bedeuten können. Merke: „streiten“ ist der konkrete Streit, „sich reiben“ ist oft eine dauernde Spannung.

Im Team reibt sich Lena oft an den strengen Regeln der Chefin.
Mein Freund streitet mit seiner Schwester, weil beide das Auto benutzen wollen.