scheren
Die Wolle von Schafen oder die Haare von anderen Tieren mit einer Schere oder einer Schermaschine abschneiden.
Im Frühling werden die Schafe auf der Weide geschoren.

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Die Wolle von Schafen oder die Haare von anderen Tieren mit einer Schere oder einer Schermaschine abschneiden.
Im Frühling werden die Schafe auf der Weide geschoren.

Das Verb „scheren“ ist die Basis für das Nomen „die Schere“. Die Grundbedeutung ist eine schneidende Bewegung mit zwei Klingen.
Mit dieser alten Schere kann man kaum noch Papier schneiden.
Diese reflexive Wendung hat eine feste Struktur: „sich um etwas scheren“. Sie wird fast immer verneint, um Gleichgültigkeit auszudrücken. Achte auf das Reflexivpronomen und die Präposition „um“ mit Akkusativ.
Ich schere mich nicht darum, was die Nachbarn sagen.
In dieser Bedeutung ist „sich scheren“ umgangssprachlich und unhöflich. Es wird meist als Befehl im Imperativ verwendet, um jemanden wegzuschicken.
Scher dich hier raus, ich will dich nicht mehr sehen!
Die grammatische Form hilft bei der Unterscheidung: Die reflexiven Formen „sich um etwas scheren“ (sich kümmern) und „sich scheren“ (weggehen) sind klar von der nicht-reflexiven Form mit Objekt wie „Schafe scheren“ oder „Blech scheren“ getrennt.
Der Bauer schert seine Schafe jedes Jahr im Mai.
„trennen“ und „scheren“ können beide damit zu tun haben, dass etwas durch Schneiden oder eine ähnliche Handlung geteilt wird. „trennen“ ist dabei viel allgemeiner: Man kann Papier, Stoff oder andere Dinge in Teile trennen. „scheren“ benutzt man besonders, wenn man Wolle oder Tierhaare abschneidet, zum Beispiel bei Schafen. In der Technik kann „scheren“ auch das Schneiden von Metall oder anderem Material mit Klingen meinen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Art Zerteilen beschreiben. Im Alltag ist „scheren“ aber viel spezieller als „trennen“.

Im Frühling schert der Bauer die Schafe auf der Wiese.
Mit einer Schere trennt Lisa den Stoff in zwei gleich große Stücke.