
schleichen
Sich leise, langsam und vorsichtig bewegen, um nicht gehört oder gesehen zu werden.
Der Einbrecher schlich durch die dunkle Wohnung.
schleichen – schlich – ist geschlichen
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Sich leise, langsam und vorsichtig bewegen, um nicht gehört oder gesehen zu werden.
Der Einbrecher schlich durch die dunkle Wohnung.

Langsam und unbemerkt entstehen, eindringen oder sich verbreiten. Bezieht sich oft auf Fehler, Gewohnheiten oder Gefühle.
Trotz sorgfältiger Prüfung haben sich einige Fehler in den Bericht geschlichen.

(umgangssprachlich, oft abwertend) Weggehen, verschwinden. Wird häufig als unhöfliche Aufforderung („Schleich dich!“) verwendet.
Der Türsteher sagte ihm, er solle sich schleichen und nicht wiederkommen.
| ich | schleiche |
|---|---|
| du | schleichst |
| er/sie/es | schleicht |
| wir | schleichen |
| ihr | schleicht |
| sie | schleichen |
| ich | schlich |
|---|---|
| du | schlichst |
| er/sie/es | schlich |
| wir | schlichen |
| ihr | schlicht |
| sie | schlichen |
| ich | bin geschlichen |
|---|---|
| du | bist geschlichen |
| er/sie/es | ist geschlichen |
| wir | sind geschlichen |
| ihr | seid geschlichen |
| sie | sind geschlichen |
| du | schleiche! schleich! |
|---|---|
| ihr | schleicht! |
| Sie | schleichen Sie! |
| ich | war geschlichen |
|---|---|
| du | warst geschlichen |
| er/sie/es | war geschlichen |
| wir | waren geschlichen |
| ihr | wart geschlichen |
| sie | waren geschlichen |
| ich | werde schleichen |
|---|---|
| du | wirst schleichen |
| er/sie/es | wird schleichen |
| wir | werden schleichen |
| ihr | werdet schleichen |
| sie | werden schleichen |
| ich | schleiche |
|---|---|
| du | schleichest |
| er/sie/es | schleiche |
| wir | schleichen |
| ihr | schleichet |
| sie | schleichen |
Für die indirekte Rede.
| ich | schliche |
|---|---|
| du | schlichest |
| er/sie/es | schliche |
| wir | schlichen |
| ihr | schlichet |
| sie | schlichen |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | schleichen |
|---|---|
| mit zu | zu schleichen |
| Partizip I | schleichend |
| Partizip II | geschlichen |
Achte auf das Hilfsverb im Perfekt! Bei einer Bewegung von A nach B wird „sein“ benutzt. Bei den reflexiven Formen wird „haben“ benutzt.
Die Katze ist leise ins Zimmer geschlichen.
In der Grundbedeutung „sich leise bewegen“ steht das Verb mit oder ohne Reflexivpronomen: „Er schlich aus dem Raum“ oder „Er schlich sich aus dem Raum“. Wenn etwas unbemerkt eindringt oder wenn jemand verschwinden soll („Schleich dich!“), ist es reflexiv.
Er schlich auf Zehenspitzen aus dem Raum.
In dieser übertragenden Bedeutung wird „sich schleichen“ oft für abstrakte, negative Dinge verwendet. Typisch sind „Fehler schleichen sich ein“, „Zweifel schleichen sich ein“ oder „eine Gewohnheit schleicht sich ein“.
Obwohl er es nicht wollte, schlich sich die alte Gewohnheit wieder ein.
In dieser Bedeutung ist das Verb sehr umgangssprachlich und oft unhöflich. Der Befehl „Schleich dich!“ ist eine sehr direkte und unhöfliche Art zu sagen „Geh weg!“.
Als er merkte, dass er unerwünscht war, schlich er sich von der Party.
Verschwinden und sich schleichen können beide als unhöfliche Aufforderung zum Weggehen dienen. „Verschwinde!“ ist ein direkter, abweisender Befehl. „Schleich dich!“ klingt zusätzlich abwertend oder verächtlich und enthält noch die Vorstellung, dass die Person sich unauffällig entfernen soll.

Der Besitzer zischte dem Eindringling verächtlich zu: „Schleich dich!“
Der Besitzer befahl dem Eindringling: „Verschwinde sofort!“