Ein Lebensmittel, meist Fleisch oder Gemüse, langsam bei mäßiger Hitze in einem geschlossenen Topf mit wenig Flüssigkeit garen. Dadurch wird es besonders zart und aromatisch.
beispiel
Die Köchin lässt den Rinderbraten drei Stunden im eigenen Saft schmoren.
Tipps
Kontexthinweise
Die Bedeutung von „schmoren“ erkennen Sie am Kontext. Geht es um Essen, ist die wörtliche Kochmethode gemeint. In der Wendung „jemanden schmoren lassen“ ist es eine Redewendung. Spricht jemand über Hitze, ist es umgangssprachlich für „schwitzen“.
BEISPIEL
Der Gulasch muss zwei Stunden schmoren.
Typische Verbindungen
In der Küche wird „schmoren“ oft mit Fleischgerichten wie „Braten“ oder „Gulasch“ verbunden. Eine sehr typische Wendung ist auch „im eigenen Saft schmoren“, was bedeutet, dass keine zusätzliche Flüssigkeit hinzugefügt wird.
BEISPIEL
Für das Sonntagsessen schmort ein Braten im Ofen.
Satzbau der Redewendung
Die Redewendung hat eine feste Struktur: „jemanden (Akkusativ) schmoren lassen“. Die Person, die im Ungewissen gelassen wird, steht immer im Akkusativ.
BEISPIEL
Der Chef ließ die Bewerber eine Woche auf die Antwort warten und hat sie richtig schmoren lassen.
Umgangssprachlicher Stil
Die Bedeutung „wegen Hitze leiden“ ist umgangssprachlich. Man verwendet sie im Gespräch mit Freunden oder Familie, aber eher nicht in einem formellen Text.
BEISPIEL
In diesem Auto ohne Klimaanlage müssen wir jetzt zwei Stunden schmoren.
Vergleichen mit
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schmoren vs schwitzen
„schwitzen“ und „schmoren“ können beide mit großer Hitze und Unwohlsein zu tun haben. „schwitzen“ beschreibt direkt, dass der Körper Schweiß bildet, zum Beispiel wegen Hitze, Sport oder Angst. „schmoren“ ist in dieser Beziehung umgangssprachlich und bildlich: Man sitzt oder steht in starker Hitze und fühlt sich, als würde man langsam garen. „schwitzen“ ist neutral und passt in fast jeder Situation. „schmoren“ klingt stärker und etwas lockerer, wenn man die Hitze betonen will.
schmoren
In der Mittagssonne schmoren wir auf dem heißen Bahnsteig.