jemandem etwas hinhalten
Etwas mit der Hand oder den Armen in Richtung einer Person ausstrecken, damit diese es nehmen oder ansehen kann.
Sie hielt ihm das Foto hin, damit er es besser erkennen konnte.

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Etwas mit der Hand oder den Armen in Richtung einer Person ausstrecken, damit diese es nehmen oder ansehen kann.
Sie hielt ihm das Foto hin, damit er es besser erkennen konnte.

„Hinhalten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „hin-“ steht in Hauptsätzen am Ende, in Nebensätzen bleibt sie mit dem Verb verbunden und im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ dazwischen.
Das Kind hielt seiner Mutter die Zeichnung hin.
Die Bedeutung von „hinhalten“ erkennen Sie am Objekt: Hält man eine Sache hin (m01), streckt man sie jemandem entgegen. Hält man eine Person hin (m02), lässt man sie warten. Die Wendung „den Kopf hinhalten“ (m03) bedeutet, die Verantwortung zu übernehmen.
Kannst du mir bitte mal kurz die Tasche hinhalten?
Die beiden Hauptbedeutungen verwenden unterschiedliche Kasus. Wenn man etwas entgegenstreckt, heißt es: „jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) hinhalten“. Wenn man jemanden warten lässt, heißt es: „jemanden (Akkusativ) hinhalten“.
Er hielt seiner Freundin (Dativ) die Autotür (Akkusativ) hin.
Wenn man jemanden warten lässt, geschieht dies oft „mit Ausreden“, „mit Versprechungen“ oder „mit vagen Antworten“. Diese Präpositionalphrase mit „mit“ beschreibt das Mittel der Verzögerung.
Er hat mich wochenlang mit der Ausrede hingehalten, er hätte keine Zeit.
Die Redewendung „den Kopf hinhalten“ wird oft mit der Präposition „für“ verwendet, um den Grund anzugeben: „den Kopf für etwas/jemanden hinhalten“.
Sie wollte nicht, dass ihre Kollegen für ihren Fehler den Kopf hinhalten mussten.
„reichen“ und „hinhalten“ können beide beschreiben, dass man etwas mit der Hand in Richtung einer anderen Person bewegt. Der Unterschied liegt im Ziel: Bei „reichen“ soll die andere Person die Sache normalerweise nehmen. Bei „hinhalten“ streckt man etwas nur in ihre Richtung, damit sie es nehmen oder ansehen kann; das Geben ist nicht immer der wichtigste Punkt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil die Bewegung ähnlich ist. Wenn wirklich ein Übergeben gemeint ist, passt „reichen“ besser. Wenn das Ausstrecken oder Zeigen im Vordergrund steht, ist „hinhalten“ genauer.

Ben hielt dem Kollegen das Foto hin, damit er den Schaden sehen konnte.
Beim Einkaufen reiche ich der Verkäuferin das Geld über den Tresen.