
jemandem etwas hinhalten
Etwas mit der Hand oder den Armen in Richtung einer Person ausstrecken, damit diese es nehmen oder ansehen kann.
Sie hielt ihm das Foto hin, damit er es besser erkennen konnte.
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Etwas mit der Hand oder den Armen in Richtung einer Person ausstrecken, damit diese es nehmen oder ansehen kann.
Sie hielt ihm das Foto hin, damit er es besser erkennen konnte.

Jemanden absichtlich warten lassen und eine Entscheidung oder Handlung verzögern, oft um Zeit zu gewinnen oder einer unangenehmen Situation auszuweichen.
Die Versicherung hat mich monatelang mit Ausreden hingehalten, bevor sie den Schaden bezahlt hat.

Die Verantwortung oder die negativen Konsequenzen für einen Fehler oder ein Problem übernehmen, oft auch für andere.
Als Projektleiter musste er für die Verzögerung den Kopf hinhalten.
„Hinhalten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „hin-“ steht in Hauptsätzen am Ende, in Nebensätzen bleibt sie mit dem Verb verbunden und im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ dazwischen.
Das Kind hielt seiner Mutter die Zeichnung hin.
Die Bedeutung von „hinhalten“ erkennen Sie am Objekt: Hält man eine Sache hin (m01), streckt man sie jemandem entgegen. Hält man eine Person hin (m02), lässt man sie warten. Die Wendung „den Kopf hinhalten“ (m03) bedeutet, die Verantwortung zu übernehmen.
Kannst du mir bitte mal kurz die Tasche hinhalten?
Die beiden Hauptbedeutungen verwenden unterschiedliche Kasus. Wenn man etwas entgegenstreckt, heißt es: „jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) hinhalten“. Wenn man jemanden warten lässt, heißt es: „jemanden (Akkusativ) hinhalten“.
Er hielt seiner Freundin (Dativ) die Autotür (Akkusativ) hin.
Wenn man jemanden warten lässt, geschieht dies oft „mit Ausreden“, „mit Versprechungen“ oder „mit vagen Antworten“. Diese Präpositionalphrase mit „mit“ beschreibt das Mittel der Verzögerung.
Er hat mich wochenlang mit der Ausrede hingehalten, er hätte keine Zeit.
Die Redewendung „den Kopf hinhalten“ wird oft mit der Präposition „für“ verwendet, um den Grund anzugeben: „den Kopf für etwas/jemanden hinhalten“.
Sie wollte nicht, dass ihre Kollegen für ihren Fehler den Kopf hinhalten mussten.
Reichen und hinhalten beschreiben beide eine Bewegung mit einem Gegenstand zu einer Person. Reichen stellt die Übergabe in den Mittelpunkt. Hinhalten bedeutet zunächst, den Gegenstand in ihre Richtung auszustrecken, damit sie ihn nehmen oder ansehen kann; eine tatsächliche Übergabe ist dabei nicht sicher.

Mara hielt ihrem Freund die Flasche hin, damit er das Etikett ansehen konnte.
Mara reichte ihrem Freund die Flasche, und er nahm sie.