segnen
Im religiösen Sinne, jemandem oder etwas Gottes Schutz und Gnade zusprechen oder erbitten.
Der Priester segnete das Brautpaar nach der Trauung.

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Im religiösen Sinne, jemandem oder etwas Gottes Schutz und Gnade zusprechen oder erbitten.
Der Priester segnete das Brautpaar nach der Trauung.

Das Verb „segnen“ gehört zur Wortfamilie von „der Segen“. Ein Segen ist das positive Ergebnis der Handlung des Segnens.
Der Priester sprach seinen Segen über die Gemeinde.
In seiner religiösen Bedeutung braucht „segnen“ immer ein Akkusativobjekt. Man segnet jemanden oder etwas.
Vor der langen Reise segnete die Mutter ihre Kinder.
Die übertragene Bedeutung wird in einer festen Konstruktion verwendet: „mit etwas (Dativ) gesegnet sein“. Die Person ist das Subjekt des Satzes.
Er ist mit einer Engelsgeduld gesegnet.
Die Wendung „das Zeitliche segnen“ ist ein fester Ausdruck. „Das Zeitliche“ ist hier ein festes Akkusativobjekt und kann nicht verändert werden.
Nach langer Krankheit hat er gestern das Zeitliche gesegnet.
Dieser Ausdruck ist ein Euphemismus, also eine beschönigende Umschreibung für „sterben“. Er wird verwendet, um den Tod weniger direkt und hart auszudrücken.
Er hoffte, erst im hohen Alter das Zeitliche zu segnen.
„sterben“ und „das Zeitliche segnen“ können beide bedeuten, dass jemand nicht mehr lebt. „sterben“ ist das normale Wort und passt fast immer. „das Zeitliche segnen“ ist eine feste Redewendung mit „segnen“. Sie klingt beschönigend und etwas gehoben oder altmodisch. Man hört sie eher in Erzählungen, Texten oder mit leicht ironischem Ton. In ernsten persönlichen Gesprächen ist „sterben“ meist klarer und natürlicher.

Der alte König segnete im Alter von neunzig Jahren das Zeitliche.
Sein Onkel ist nach langer Krankheit gestorben.