stapeln
Gleichartige Dinge geordnet aufeinanderlegen, sodass ein Stapel oder Stoß entsteht.
Er begann, die Bücher nach Größe zu sortieren und ordentlich zu stapeln.

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Gleichartige Dinge geordnet aufeinanderlegen, sodass ein Stapel oder Stoß entsteht.
Er begann, die Bücher nach Größe zu sortieren und ordentlich zu stapeln.

Das Verb „stapeln“ ist direkt mit dem Nomen „der Stapel“ verwandt. Ein Stapel ist das Ergebnis der Handlung: Wenn man Bücher stapelt, entsteht ein Bücherstapel.
Kannst du mir helfen, den Stapel Papiere zu tragen?
Die Bedeutung von „stapeln“ erkennen Sie am Satzbau. Wird es mit einem Objekt benutzt, ist es wörtlich gemeint. Ist es reflexiv („sich stapeln“), bedeutet es „sich ansammeln“. Steht es mit „hoch“ oder „tief“, ist es eine Redewendung.
Ich muss noch die Wäsche stapeln.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „stapeln“ oft mit flachen, gleichartigen Gegenständen verwendet. Typische Objekte sind Bücher, Teller, Kisten, Papiere oder Holz.
Wir müssen das Brennholz vor dem Winter ordentlich stapeln.
Die reflexive Form „sich stapeln“ wird oft für Dinge verwendet, die sich ohne aktives Zutun ansammeln. Meist hat dies eine negative Konnotation und bezieht sich auf Arbeit, Rechnungen oder unerledigte Aufgaben.
Seit ich krank war, stapeln sich die E-Mails in meinem Posteingang.
Die Redewendung „tief stapeln“ ist nicht wörtlich zu verstehen. Sie bedeutet, bescheiden zu sein und die eigenen Leistungen oder Fähigkeiten bewusst kleiner darzustellen, als sie sind.
Obwohl er ein Experte ist, stapelt er immer tief und sagt, er wisse nicht viel.
Die Redewendung „hoch stapeln“ ist das Gegenteil von „tief stapeln“. Sie bedeutet zu prahlen, zu übertreiben oder Fähigkeiten und Besitz größer darzustellen, als sie wirklich sind.
Er hat bei seiner Bewerbung ganz schön hoch gestapelt und kann jetzt seine Versprechen nicht halten.
„angeben“ und „hoch stapeln“ können beide beschreiben, dass jemand sich größer oder besser darstellt, als es passend ist. „angeben“ ist ein normales umgangssprachliches Verb für Prahlen, zum Beispiel mit Geld, Wissen oder Erfolg. „hoch stapeln“ ist eine feste Wendung und betont stärker das Übertreiben oder zu große Versprechen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide negativ klingen können. „angeben“ passt allgemein zu prahlerischem Verhalten; „hoch stapeln“ passt besonders, wenn jemand seine Leistung oder Möglichkeiten übertrieben darstellt.

Beim Bewerbungsgespräch hat er ziemlich hoch gestapelt.
Er gibt ständig mit seinem neuen Auto an.