
stöhnen
Einen tiefen, unartikulierten Laut ausstoßen, der Schmerz, große Anstrengung oder auch Lust ausdrückt.
Der Patient stöhnte leise vor Schmerz.
Loading your saved state.

Einen tiefen, unartikulierten Laut ausstoßen, der Schmerz, große Anstrengung oder auch Lust ausdrückt.
Der Patient stöhnte leise vor Schmerz.

Sich laut und klagend über eine Belastung oder eine schwierige Situation beschweren.
Die Mitarbeiter stöhnen über die hohe Arbeitsbelastung vor den Feiertagen.
Die beiden Bedeutungen lassen sich gut durch die Grammatik unterscheiden. Wenn jemand sich über etwas beschwert, wird immer die Präposition „über“ (+ Akkusativ) verwendet. Wenn jemand einen Laut wegen Schmerz oder Anstrengung macht, steht das Verb oft allein oder mit „vor“ (+ Dativ).
Er stöhnte vor Schmerz, als der Arzt das Bein untersuchte.
Um die Ursache für das körperliche Stöhnen auszudrücken, verwendet man die Präposition „vor“ gefolgt vom Dativ. Typische Ursachen sind Schmerz, Anstrengung oder Lust.
Der Läufer stöhnte vor Anstrengung, als er den Berg hinauflief.
Wenn „stöhnen“ im Sinne von „sich beschweren“ verwendet wird, steht immer die Präposition „über“ mit dem Akkusativ. Damit wird das Thema der Beschwerde benannt.
Im Sommer stöhnen alle über die unerträgliche Hitze in der Stadt.
Die Verwendung von „stöhnen über“ ist eher umgangssprachlich und sehr bildhaft. Es drückt aus, dass sich jemand sehr intensiv und hörbar beklagt.
Mein Kollege stöhnt schon wieder über seine lange To-do-Liste.
Klagen kann eine sachliche oder ruhige Beschwerde über eine Belastung sein. Stöhnen über eine Belastung wirkt dagegen laut und emotional und lässt die Anstrengung oder das Leid deutlich hören. Für eine neutrale Mitteilung passt klagen, für eine hörbare Belastungsreaktion stöhnen.

Nach der langen Schicht stöhnte Lea laut über ihre Rückenschmerzen.
Nach der langen Schicht klagte Lea ruhig über ihre Rückenschmerzen.