
die Sünde
Eine Handlung, ein Gedanke oder ein Zustand, der in religiösem Kontext als Verstoß gegen göttliche Gebote oder moralische Prinzipien gilt.
Im Christentum gilt die Habgier als eine der sieben Todsünden.
Sünde
die Sünde, die Sünden
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Eine Handlung, ein Gedanke oder ein Zustand, der in religiösem Kontext als Verstoß gegen göttliche Gebote oder moralische Prinzipien gilt.
Im Christentum gilt die Habgier als eine der sieben Todsünden.

Eine kleine, genussvolle Übertretung von Vernunft- oder Diätregeln, die man sich ausnahmsweise erlaubt. Oft im Zusammenhang mit Essen verwendet.
Dieses Stück Torte ist eine kleine Sünde, aber ich kann nicht widerstehen.

Eine bedauerliche oder törichte Handlung; etwas, das als Verschwendung oder Schande angesehen wird. Oft in der Form „es ist eine Sünde, ...“.
Es ist eine Sünde, so ein schönes altes Haus verfallen zu lassen.
| Genus | feminin die |
|---|---|
| Plural | die Sünden |
| Genitiv | der Sünde |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Sünde | die Sünden |
| Akkusativ | die Sünde | die Sünden |
| Dativ | der Sünde | den Sünden |
| Genitiv | der Sünde | der Sünden |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
„Die Sünde“ ist das Nomen zu dem Verb „sündigen“ (eine Sünde begehen) und dem Adjektiv „sündig“ (voller Sünde). Die Person, die sündigt, wird „der Sünder“ oder „die Sünderin“ genannt.
Er hat in seinem Leben oft gesündigt.
Das ist ein sündhaft teures Auto.
Im religiösen Kontext wird das Verb „begehen“ verwendet, um auszudrücken, dass jemand eine Sünde tut. Andere typische Verben sind „Sünden bekennen“ oder „Sünden vergeben“.
Er ging zur Beichte, um seine Sünden zu bekennen.
Laut der Bibel hat er eine schwere Sünde begangen.
Diese Bedeutung wird oft humorvoll oder ironisch für kalorienreiches Essen verwendet. Typische Formulierungen sind „eine kleine Sünde“ oder „eine süße Sünde“.
Ein Stück Schokoladenkuchen ist heute meine kleine Sünde.
Diese Pralinen sind eine süße Sünde wert.
In der Bedeutung „bedauerliche Handlung“ wird fast immer die feste Struktur „Es ist (eine) Sünde, ...“ verwendet. Darauf folgt entweder ein „dass“-Satz oder eine „zu“+Infinitiv-Konstruktion.
Es ist eine Sünde, so viel gutes Essen wegzuwerfen.
Es ist eine Sünde, dass dieses Talent nicht gefördert wird.
Eine „Sünde“ ist im religiösen Zusammenhang die Übertretung selbst. „Schuld“ bezeichnet dagegen die moralische Verantwortung oder innere Belastung, die aus einer falschen Handlung entsteht. Für die Handlung passt „Sünde“, für ihre persönliche moralische Folge „Schuld“.

Der Priester bezeichnete den Diebstahl als schwere Sünde.
Nach dem Diebstahl erkannte der Mann seine Schuld.