trotzdem
Drückt aus, dass etwas geschieht, obwohl es einen Grund dagegen gibt. Es leitet einen Hauptsatz ein und bezieht sich auf einen vorher genannten Sachverhalt.
Es hat den ganzen Tag geregnet, aber wir sind trotzdem spazieren gegangen.

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Drückt aus, dass etwas geschieht, obwohl es einen Grund dagegen gibt. Es leitet einen Hauptsatz ein und bezieht sich auf einen vorher genannten Sachverhalt.
Es hat den ganzen Tag geregnet, aber wir sind trotzdem spazieren gegangen.

Das Wort setzt sich aus der Präposition „trotz“ und dem Pronomen „dem“ zusammen. Es bedeutet wörtlich „trotz dem“ und bezieht sich auf einen zuvor genannten Grund oder Umstand.
Das Wetter war schlecht. Trotzdem sind wir gewandert.
„Trotzdem“ ist ein Adverb, das einen Hauptsatz einleitet. Wenn es auf Position 1 steht, folgt das konjugierte Verb direkt auf Position 2. Dies nennt man Inversion.
Ich war sehr müde. Trotzdem habe ich den Film zu Ende geschaut.
In der gesprochenen Sprache wird „trotzdem“ manchmal wie eine Nebensatz-Konjunktion verwendet, bei der das Verb am Ende steht. Diese Verwendung gilt in der Schriftsprache als nicht korrekt.
Er ist zur Party gegangen, trotzdem er eigentlich keine Zeit hatte.
„aber“ und „trotzdem“ können beide zeigen, dass zwei Aussagen nicht gut zusammenpassen. „aber“ verbindet einfach einen Gegensatz oder eine Einschränkung. „trotzdem“ bedeutet stärker: Etwas passiert, obwohl es einen Grund dagegen gibt. Darum steht „trotzdem“ oft am Anfang eines neuen Hauptsatzes oder im Satzinneren. Lernende verwechseln die Wörter, weil beide einen Kontrast ausdrücken. Praktisch hilft: Bei einem einfachen Gegensatz nimmt man oft „aber“. Wenn man „obwohl das so ist“ mitmeint, passt „trotzdem“ besser.

Meine Kollegin ist müde, trotzdem fährt sie zum Termin.
Ich möchte mitkommen, aber ich habe heute keine Zeit.