
mögen
Für jemanden oder etwas Zuneigung, Sympathie oder eine positive Vorliebe haben.
Ich mag unsere neue Nachbarin sehr.
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Für jemanden oder etwas Zuneigung, Sympathie oder eine positive Vorliebe haben.
Ich mag unsere neue Nachbarin sehr.

Etwas wünschen oder gern tun wollen. Diese Form wird häufig für höfliche Wünsche und Bitten verwendet.
Ich möchte bitte einen Kaffee bestellen.

Etwas tun wollen oder dazu bereit sein, oft in verneinten Sätzen.
Sie mag heute nicht über den Streit sprechen.

Ausdrücken, dass etwas möglicherweise der Fall ist oder als Erklärung infrage kommt.
Der Fehler mag durch ein technisches Problem entstanden sein.

Einräumen, dass eine Aussage möglicherweise oder teilweise stimmt, bevor man einen Gegensatz nennt.
Das mag sein, aber wir müssen die Zahlen trotzdem noch einmal prüfen.

In gehobener oder feierlicher Sprache einen Wunsch ausdrücken.
Möge das neue Jahr euch Gesundheit und Frieden bringen.
Die Person oder Sache, auf die sich die positive Einstellung richtet, steht direkt im Akkusativ. Das Objekt kann eine Person, ein Gegenstand oder eine Tätigkeit als Nomen sein.
Meine Tochter mag ihren neuen Lehrer sehr.
Die Stärke der Vorliebe wird häufig mit Wörtern wie „sehr“, „besonders“, „wirklich“ oder „überhaupt nicht“ angegeben. Diese Angabe steht meistens vor dem Objekt oder am Ende des Satzes.
Ich mag besonders die ruhigen Straßen in diesem Viertel.
Für einen höflichen Wunsch steht „möchte“ häufig mit einem Akkusativobjekt oder mit einem Infinitiv ohne „zu“. Dieses Muster ist besonders typisch beim Bestellen, Einkaufen und bei höflichen Gesprächen.
Wir möchten für Samstagabend einen Tisch reservieren.
Bei diesem Verwendungsmuster steht der zweite Infinitiv ohne „zu“ am Satzende. Die Verneinung mit „nicht“ bezieht sich meist auf die Bereitschaft, die Handlung auszuführen.
Er mag vor den anderen nicht über seine Sorgen reden.
Diese Verwendung ist vor allem in sachlichen oder gehobenen Texten üblich. Bei Vermutungen über die Vergangenheit steht häufig ein Partizip zusammen mit „haben“ oder „sein“ am Satzende.
Die Verzögerung mag durch das schlechte Wetter verursacht worden sein.
In „Das mag sein“ verweist „das“ auf eine vorherige Aussage. Danach folgt häufig ein Satz mit „aber“ oder „doch“, der einen Einwand oder eine Einschränkung einführt.
Das mag sein, doch ohne schriftliche Bestätigung können wir nichts entscheiden.
Bei diesem Wunschmuster steht die Form von „mögen“ oft an erster Stelle, direkt danach folgt das Subjekt; der Infinitiv steht am Satzende. Die Konstruktion ist typisch für Reden, Glückwünsche, Segenswünsche und feierliche Texte.
Möge diese Entscheidung allen Beteiligten neue Hoffnung geben.
Können stellt eine mögliche Erklärung neutral als Vermutung dar. Mögen räumt eine Möglichkeit oft in formellerer Sprache ein und leitet häufig einen Gegensatz ein. Für eine einfache Vermutung passt können; für ein einschränkendes Zugeständnis passt mögen.

Die Verzögerung mag am Wetter liegen, doch wir müssen trotzdem weiterfahren.
Die Verzögerung könnte am Wetter liegen.