
trüben
Eine klare Flüssigkeit undurchsichtig oder unklar machen.
Der aufgewirbelte Sand trübte das klare Wasser des Sees.
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Eine klare Flüssigkeit undurchsichtig oder unklar machen.
Der aufgewirbelte Sand trübte das klare Wasser des Sees.

Eine positive Stimmung, eine gute Beziehung oder eine erfreuliche Situation negativ beeinflussen oder verschlechtern.
Der Streit über das Geld trübte ihre langjährige Freundschaft.

Wolkig oder bedeckt werden (Wetter) oder an Klarheit verlieren (Blick, Stimmung).
Gegen Abend trübte sich der Himmel und es sah nach Regen aus.
Das Verb „trüben“ ist eng mit dem Adjektiv „trüb“ verwandt. Wenn sich etwas trübt, wird es trüb (unklar, wolkig, düster).
Das Wasser wurde nach dem Sturm ganz trüb.
Das Subjekt oder Objekt verrät die Bedeutung. Geht es um Flüssigkeiten („Wasser“), ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Bei abstrakten Nomen („Stimmung“, „Freude“) ist die übertragene Bedeutung gemeint. Bei „Himmel“ oder „Blick“ wird die reflexive Form verwendet.
Ein Löffel Mehl trübt die klare Suppe.
In der übertragenen Bedeutung wird „trüben“ oft mit abstrakten Nomen wie „die Stimmung“, „die Freude“, „die Beziehung“ oder „die Aussichten“ verwendet.
Der Regen konnte unsere gute Stimmung nicht trüben.
Die reflexive Form „sich trüben“ wird häufig für das Wetter oder den Gesichtsausdruck verwendet. Sie beschreibt einen Prozess des Unklar- oder Düsterwerdens.
Der Himmel trübte sich und die Sonne verschwand.
Beide Verben können sagen, dass ein Ereignis eine gute Stimmung oder Freude negativ beeinflusst. „Trüben“ klingt meist milder: Die positive Situation wird abgeschwächt. „Verderben“ bezeichnet eher, dass die Freude oder die ganze Situation stark beeinträchtigt wird.

Der kurze Streit trübte unsere Freude an der Feier.
Der Streit verdarb uns die Freude an der Feier.