verderben
Bei Lebensmitteln: schlecht werden und dadurch ungenießbar werden.
Die Milch ist in der Hitze schnell verdorben.

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Bei Lebensmitteln: schlecht werden und dadurch ungenießbar werden.
Die Milch ist in der Hitze schnell verdorben.

„Verderben“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt immer mit dem Verbstamm verbunden und deutet oft an, dass etwas schlecht wird, misslingt oder zerstört wird.
Zu viel Salz verdirbt die Suppe.
Die Bedeutung von „verderben“ hängt stark vom Objekt ab. Bei Lebensmitteln bedeutet es „schlecht werden“. Bei abstrakten Nomen wie „Stimmung“, „Freude“ oder „Appetit“ bedeutet es „ruinieren“ oder „zerstören“.
Das Fleisch ist verdorben, wir müssen es wegwerfen.
Das Partizip II „verdorben“ wird sehr häufig wie ein Adjektiv verwendet, um den Zustand von Lebensmitteln zu beschreiben. Es bedeutet dann „schlecht“ oder „ungenießbar“.
Der Joghurt riecht komisch, ich glaube, er ist verdorben.
Wenn man jemandem etwas verdirbt, steht die Person im Dativ. Die Struktur ist: „jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) verderben“.
Mit deiner schlechten Laune verdirbst du uns allen den Abend.
Die Redewendung „es sich mit jemandem verderben“ ist eine feste Struktur. „Es“ und „sich“ sind feste Bestandteile. Die Person, mit der man die Beziehung verschlechtert, wird mit „mit + Dativ“ angeschlossen.
Ich möchte es mir mit meinen Kollegen nicht verderben, also halte ich mich aus dem Streit heraus.
Die Wendung „sich den Magen verderben“ ist eine feste Einheit. Die Person, der das passiert, steht im Dativ, was durch das Reflexivpronomen ausgedrückt wird (z.B. „ich verderbe mir den Magen“).
Iss die Mayonnaise nicht, sonst verdirbst du dir noch den Magen!
Der Satz „Viele Köche verderben den Brei“ ist ein bekanntes deutsches Sprichwort. Man benutzt es, um eine Situation zu kommentieren, in der zu viele Leute an einer Aufgabe arbeiten und das Ergebnis dadurch schlechter wird.
Alle wollten bei der Projektplanung mitreden, aber das Ergebnis war chaotisch. Viele Köche verderben eben den Brei.
„zerstören“ und „verderben“ können beide bedeuten, dass etwas Gutes zunichtegemacht wird. „zerstören“ klingt stärker und endgültiger. Man kann damit zum Beispiel Vertrauen, eine Beziehung oder große Pläne zerstören. „verderben“ passt oft bei Stimmung, Freude oder einer Gelegenheit. Es klingt etwas alltäglicher und meint häufig: Etwas war gut, aber durch ein Verhalten oder ein Ereignis wird es schlecht. Bei Beziehungen gibt es auch die feste Wendung „es sich mit jemandem verderben“. Dann ist die Beziehung durch eigenes Verhalten beschädigt.

Der Streit am Abend hat allen die gute Laune verdorben.
Die vielen Lügen haben das Vertrauen im Team zerstört.