
verderben
Bei Lebensmitteln: schlecht werden und dadurch ungenießbar werden.
Die Milch ist in der Hitze schnell verdorben.
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Bei Lebensmitteln: schlecht werden und dadurch ungenießbar werden.
Die Milch ist in der Hitze schnell verdorben.

Etwas Gutes wie eine Stimmung, eine Freude oder eine Gelegenheit zunichtemachen oder stark beeinträchtigen.
Sein schlechter Witz hat die gute Stimmung verdorben.

Durch eigenes Verhalten eine gute Beziehung zu einer anderen Person zerstören.
Wegen einer Kleinigkeit will ich es mir nicht mit meinen Nachbarn verderben.

Durch den Verzehr von schlechtem oder ungeeignetem Essen Magenprobleme bekommen.
Ich glaube, ich habe mir mit den alten Meeresfrüchten den Magen verdorben.

Jemanden moralisch auf einen schlechten Weg bringen; einen negativen Einfluss auf den Charakter einer Person haben.
Manche Eltern fürchten, dass schlechter Umgang ihre Kinder verdirbt.

Sprichwort, das besagt, dass ein Ergebnis schlechter wird, wenn zu viele Personen daran mitarbeiten oder sich einmischen.
Am Ende wusste keiner mehr, was zu tun war – viele Köche verderben eben den Brei.
„Verderben“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt immer mit dem Verbstamm verbunden und deutet oft an, dass etwas schlecht wird, misslingt oder zerstört wird.
Zu viel Salz verdirbt die Suppe.
Die Bedeutung von „verderben“ hängt stark vom Objekt ab. Bei Lebensmitteln bedeutet es „schlecht werden“. Bei abstrakten Nomen wie „Stimmung“, „Freude“ oder „Appetit“ bedeutet es „ruinieren“ oder „zerstören“.
Das Fleisch ist verdorben, wir müssen es wegwerfen.
Das Partizip II „verdorben“ wird sehr häufig wie ein Adjektiv verwendet, um den Zustand von Lebensmitteln zu beschreiben. Es bedeutet dann „schlecht“ oder „ungenießbar“.
Der Joghurt riecht komisch, ich glaube, er ist verdorben.
Wenn man jemandem etwas verdirbt, steht die Person im Dativ. Die Struktur ist: „jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) verderben“.
Mit deiner schlechten Laune verdirbst du uns allen den Abend.
Die Redewendung „es sich mit jemandem verderben“ ist eine feste Struktur. „Es“ und „sich“ sind feste Bestandteile. Die Person, mit der man die Beziehung verschlechtert, wird mit „mit + Dativ“ angeschlossen.
Ich möchte es mir mit meinen Kollegen nicht verderben, also halte ich mich aus dem Streit heraus.
Die Wendung „sich den Magen verderben“ ist eine feste Einheit. Die Person, der das passiert, steht im Dativ, was durch das Reflexivpronomen ausgedrückt wird (z.B. „ich verderbe mir den Magen“).
Iss die Mayonnaise nicht, sonst verdirbst du dir noch den Magen!
Der Satz „Viele Köche verderben den Brei“ ist ein bekanntes deutsches Sprichwort. Man benutzt es, um eine Situation zu kommentieren, in der zu viele Leute an einer Aufgabe arbeiten und das Ergebnis dadurch schlechter wird.
Alle wollten bei der Projektplanung mitreden, aber das Ergebnis war chaotisch. Viele Köche verderben eben den Brei.
Beide Wörter können sagen, dass jemand eine gute Stimmung, Freude oder Gelegenheit stark beeinträchtigt. „Verderben“ ist die allgemeine und auch in neutralen Texten passende Form. „Versauen“ bedeutet hier dasselbe, klingt aber deutlich umgangssprachlicher und derber.

Der Streit verdarb uns den schönen Abend.
Der Streit versaut uns den schönen Abend.