umarmen
Jemanden als Zeichen der Zuneigung, zur Begrüßung oder zum Trost in die Arme nehmen.
Nach der langen Reise umarmte sie ihre Familie überglücklich.

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Jemanden als Zeichen der Zuneigung, zur Begrüßung oder zum Trost in die Arme nehmen.
Nach der langen Reise umarmte sie ihre Familie überglücklich.

„Umarmen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „um-“ bedeutet hier „herum“ und bleibt immer mit dem Verb verbunden. Das Partizip II ist „umarmt“, nicht „umgearmt“.
Er hat seine Mutter zum Abschied fest umarmt.
Das Verb „umarmen“ ist immer transitiv und benötigt ein direktes Objekt im Akkusativ. Man umarmt immer „jemanden“ oder „etwas“.
Zur Begrüßung umarmte sie jeden Gast.
Die figurative Bedeutung wird oft im Kontext von Veränderungen, neuen Ideen oder Konzepten verwendet. Man erkennt sie daran, dass das Objekt kein Lebewesen ist, sondern etwas Abstraktes wie „die Zukunft“, „eine Chance“ oder „die Vielfalt“.
Viele Künstler umarmen die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz.
In der Bedeutung „umgeben“ oder „umschließen“ wird „umarmen“ hauptsächlich in der Literatur oder in poetischer Sprache verwendet. Im normalen Alltag würde man eher „umgeben“ benutzen.
Dichter Nebel umarmte die alten Bäume im Wald.
„annehmen“ und „umarmen“ können beide ausdrücken, dass man eine Idee oder Veränderung akzeptiert. „annehmen“ ist dafür das normale und neutrale Wort. „umarmen“ ist in dieser Bedeutung bildlich: Es klingt stärker und meint, dass man etwas offen und positiv aufnimmt. Im Alltag ist „umarmen“ meistens körperlich gemeint, also jemanden in die Arme nehmen. Deshalb kann es verwirrend sein. Für eine einfache Zustimmung oder Akzeptanz nimmt man meist „annehmen“; „umarmen“ passt eher in bildlichen oder etwas modernen Formulierungen.

Die Firma umarmt die neue Technik und arbeitet jetzt fast nur noch digital.
Nach der Besprechung nimmt das Team den neuen Plan an.