umfahren (untrennbar)
Ein Hindernis, einen Ort oder einen Stau mit einem Fahrzeug umrunden, um ihm auszuweichen. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe "-fah-".
Wegen der Demonstration mussten wir die Innenstadt weiträumig umfahren.

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Ein Hindernis, einen Ort oder einen Stau mit einem Fahrzeug umrunden, um ihm auszuweichen. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe "-fah-".
Wegen der Demonstration mussten wir die Innenstadt weiträumig umfahren.

Dieses Verb hat zwei gegensätzliche Bedeutungen, je nachdem, ob es trennbar (Betonung auf „um“) oder untrennbar (Betonung auf „-fah-“) ist. Die Betonung und der Satzbau sind entscheidend für das Verständnis.
Er hat das Schild umgefahren. (trennbar = er hat es getroffen)
Die untrennbare Version wird „um-FAH-ren“ betont und bedeutet, ein Hindernis zu umrunden. Die Vorsilbe „um-“ bleibt immer am Verb, und das Partizip II wird ohne „ge-“ gebildet: umfahren.
Wir haben den Stau großräumig umfahren.
Die trennbare Version wird „UM-fah-ren“ betont und bedeutet, etwas anzufahren und umzuwerfen. Die Vorsilbe „um-“ steht im Hauptsatz am Ende. Das Partizip II lautet „umgefahren“.
Der LKW fuhr den kleinen Baum am Straßenrand um.
„umgehen“ und „umfahren“ können beide bedeuten, dass man einem Hindernis ausweicht. „umgehen“ ist allgemeiner: Man kann eine Regel, ein Problem oder ein Hindernis vermeiden, indem man einen anderen Weg findet. „umfahren“ benutzt man nur im Verkehr oder mit einem Fahrzeug, wenn man um etwas herumfährt, zum Beispiel um einen Stau oder eine Baustelle. Die Wörter sind verwechselbar, weil beide mit Ausweichen zu tun haben. Wichtig ist: Ohne Fahrzeug passt meistens „umgehen“, mit Fahrzeug passt oft „umfahren“.

Wegen der Baustelle umfährt der Bus das Zentrum.
Der Chef versucht, das Problem im Vertrag zu umgehen.