Die Form der Sprache, die im alltäglichen, mündlichen Gebrauch verwendet wird und sich von der formelleren Schriftsprache oder Fachsprache unterscheidet.
beispiel
Der Ausdruck „Läuft bei dir“ ist ein typisches Beispiel für die heutige Umgangssprache.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Umgang“ und „Sprache“ zusammen. „Umgang“ kommt vom Verb „umgehen mit“ und bedeutet sozialer Kontakt. Die Umgangssprache ist also wörtlich die „Sprache des täglichen Umgangs“.
BEISPIEL
In der Umgangssprache gibt es viele verkürzte Wörter.
Satzbau und Verwendung
Das Wort wird fast immer mit der Präposition „in“ und dem Dativ verwendet, um zu beschreiben, wo ein Ausdruck gebräuchlich ist. Die feste Wendung lautet „in der Umgangssprache“.
BEISPIEL
In der Umgangssprache sagt man oft „kriegen“ statt „bekommen“.
Typische Verbindungen
Häufige Formulierungen sind „ein Wort aus der Umgangssprache“, „etwas ist umgangssprachlich“ oder „in die Umgangssprache übergehen“.
BEISPIEL
Viele Wörter aus dem Englischen sind in die deutsche Umgangssprache übergegangen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Umgangssprache vs Dialekt
„Dialekt“ und „Umgangssprache“ beschreiben beide Formen von Sprache, die nicht einfach formelles Standarddeutsch sind. Der Unterschied ist aber wichtig. Ein Dialekt ist regional: Er gehört zu einem bestimmten Ort oder Gebiet und kann eigene Aussprache, Wörter und Grammatik haben. Umgangssprache ist alltäglich und eher locker: Man benutzt sie im Gespräch mit Freunden, Familie oder Kollegen, aber sie muss nicht regional sein. Lernende verwechseln die Wörter, weil beide oft mündlich vorkommen und weniger formell wirken. Merke: „Dialekt“ fragt eher nach der Region, „Umgangssprache“ eher nach der Alltagssituation und dem lockeren Stil.
Umgangssprache
Kann das Team in der Präsentation weniger Umgangssprache verwenden?
Dialekt
Zu Hause spricht er Dialekt, aber im Büro benutzt er Standarddeutsch.