Auf eine sehr hartnäckige und oft verkrampfte Weise auf ein Ziel fixiert, ohne Lockerheit oder Flexibilität. Es beschreibt eine intensive, fast schon grimmige Entschlossenheit.
beispiel
Sie trainierte verbissen für den Marathon, um ihre persönliche Bestzeit zu unterbieten.
Tipps
Wortaufbau
„Verbissen“ ist das Partizip II des Verbs „sich verbeißen“. Es beschreibt bildlich, wie sich ein Hund in etwas verbeißt und nicht mehr loslässt. Diese Hartnäckigkeit wird auf Menschen und ihre Handlungen oder ihren Gesichtsausdruck übertragen.
BEISPIEL
Er hat sich in die Idee verbissen und hört auf keine Ratschläge mehr.
Typische Verbindungen
Wenn es um Entschlossenheit geht, wird „verbissen“ oft mit Verben des Handelns kombiniert. Typisch sind „verbissen kämpfen“, „verbissen arbeiten“, „verbissen diskutieren“ oder „ein Ziel verbissen verfolgen“.
BEISPIEL
Die beiden Mannschaften kämpften verbissen um den Sieg.
Typische Verbindungen
Um einen angespannten Gesichtsausdruck zu beschreiben, wird „verbissen“ meist mit Nomen für das Gesicht oder dessen Teile verwendet. Häufige Kombinationen sind „eine verbissene Miene“, „ein verbissener Gesichtsausdruck“ oder „mit verbissenem Blick“.
BEISPIEL
Mit verbissener Miene verfolgte er das Rennen am Bildschirm.
Vergleichen mit
antonym
verbissen vs locker
„locker“ und „verbissen“ beschreiben eine Haltung zu einer Sache. „Locker“ heißt, dass jemand entspannt bleibt und nicht alles zu ernst nimmt. „Verbissen“ ist das Gegenteil: Jemand ist sehr stark auf ein Ziel fixiert und wirkt dabei hart, angespannt oder unflexibel. „Locker“ passt gut, wenn jemand ruhig und offen bleibt. „Verbissen“ passt, wenn jemand unbedingt gewinnen oder etwas schaffen will und dabei keine Leichtigkeit mehr zeigt.
verbissen
Paul trainierte verbissen für den Wettkampf und gönnte sich kaum Ruhe.
locker
Trotz der Prüfung blieb Lisa locker und machte erst einmal eine Pause.