
der Verdacht
Eine Vermutung ohne sichere Beweise, dass jemand etwas Illegales oder Unrechtes getan hat.
Gegen den Mann besteht der Verdacht des Diebstahls.
Verdacht
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Eine Vermutung ohne sichere Beweise, dass jemand etwas Illegales oder Unrechtes getan hat.
Gegen den Mann besteht der Verdacht des Diebstahls.

Eine Vermutung im medizinischen Kontext, dass eine bestimmte Krankheit bei einem Patienten vorliegt.
Der Arzt äußerte den Verdacht auf eine Lungenentzündung.
„Der Verdacht“ gehört zu einer Wortfamilie mit dem Verb „jemanden verdächtigen“ und dem Adjektiv „verdächtig“. Alle drei Wörter beziehen sich auf die Vermutung, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Sein Verhalten war sehr verdächtig.
Um auszudrücken, worauf sich der Verdacht bezieht, verwendet man die Präposition „auf“ gefolgt vom Akkusativ. Diese Konstruktion ist sehr häufig.
Es besteht der Verdacht auf Betrug.
Eine sehr wichtige feste Wendung ist „unter Verdacht stehen“. Sie bedeutet, dass eine Person von anderen verdächtigt wird.
Seit dem Diebstahl steht er unter Verdacht.
Im juristischen Kontext gibt es feste Verb-Nomen-Verbindungen wie „Verdacht schöpfen“ (anfangen, etwas zu vermuten) oder „einen Verdacht hegen“. Wenn ein Verdacht stärker wird, „erhärtet er sich“.
Als sie die zerbrochene Scheibe sah, schöpfte sie sofort Verdacht.
Ein Verdacht richtet sich hier auf eine konkrete mögliche Straftat und wirkt belastend. Eine Annahme ist allgemeiner eine unbewiesene Hypothese, die als Grundlage für weitere Überlegungen dienen kann. Bei einem möglichen Täter passt daher Verdacht, bei einer vorläufigen Arbeitsgrundlage Annahme.

Nach dem Fund der Fingerabdrücke besteht der Verdacht, dass der Nachbar eingebrochen ist.
Für die weitere Suche arbeitet die Polizei mit der Annahme, dass der Täter aus der Nachbarschaft kommt.