vermiesen
Jemandem die Freude an etwas, die gute Laune oder einen Plan verderben. Umgangssprachlicher Ausdruck.
Lass dir von dem schlechten Wetter doch nicht den ganzen Ausflug vermiesen!

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Jemandem die Freude an etwas, die gute Laune oder einen Plan verderben. Umgangssprachlicher Ausdruck.
Lass dir von dem schlechten Wetter doch nicht den ganzen Ausflug vermiesen!

Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „ver-“ und dem Adjektiv „mies“ (schlecht, übel) zusammen. Es bedeutet also wörtlich, etwas „mies zu machen“ oder zu verderben.
Seine schlechte Laune hat allen den Abend vermiest.
Dieses Verb folgt einem festen Muster: Die Person, der die Freude verdorben wird, steht immer im Dativ. Die Sache, die verdorben wird, steht im Akkusativ: Jemand vermiest jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ).
Der Regen hat uns (Dativ) den Ausflug (Akkusativ) vermiest.
„Vermiesen“ ist ein Wort der Umgangssprache. In formellen oder schriftlichen Kontexten wird es seltener verwendet.
Komm schon, vermies mir nicht die gute Laune!
Häufig werden abstrakte Dinge „vermiest“, die mit Freude und Wohlbefinden zu tun haben. Typisch sind: jemandem die Laune vermiesen, den Spaß vermiesen, den Appetit vermiesen oder den Tag vermiesen.
Die unerwartete Arbeit hat ihm das ganze Wochenende vermiest.
„verderben“ und „vermiesen“ können beide ausdrücken, dass jemandem die Freude, die gute Laune oder ein schöner Moment genommen wird. „verderben“ ist neutraler und kann in vielen Situationen benutzt werden. „vermiesen“ ist umgangssprachlicher und klingt persönlicher: Jemand oder etwas macht einem eine Sache unangenehm. In Gesprächen mit Freunden klingt „vermiesen“ oft natürlich. In neutraleren Texten oder ernsteren Situationen passt „verderben“ besser.

Lass dir den freien Tag nicht von einer schlechten Nachricht vermiesen.
Der Regen hat die Stimmung beim Ausflug ein wenig verdorben.