die Verzeihung
Der Akt des Vergebens; die Bereitschaft, jemandem einen Fehler, eine Kränkung oder eine Schuld nicht länger nachzutragen.
Er bat sie um Verzeihung für sein unbedachtes Verhalten.

Verzeihung
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Der Akt des Vergebens; die Bereitschaft, jemandem einen Fehler, eine Kränkung oder eine Schuld nicht länger nachzutragen.
Er bat sie um Verzeihung für sein unbedachtes Verhalten.

Das Nomen „Verzeihung“ ist direkt vom Verb „verzeihen“ abgeleitet. Wenn Sie das Verb kennen, können Sie sich die Bedeutung des Nomens leicht erschließen.
Ich kann dir diesen Fehler einfach nicht verzeihen.
Wenn man um Verzeihung bittet, verwendet man die feste Wendung „jemanden um Verzeihung bitten“. Die Person, die man bittet, steht dabei im Akkusativ.
Er hat seine Freundin um Verzeihung gebeten.
Wenn „Verzeihung“ allein als Ausruf am Satzanfang steht, ist es eine höfliche Entschuldigung. Im Satzinneren, oft mit einem Verb wie „bitten“, bezieht es sich auf den Akt des Vergebens.
Verzeihung, ist dieser Platz noch frei?
Als kurze Entschuldigung im Alltag wird „Verzeihung“ oft als etwas formeller oder höflicher wahrgenommen. Es ist eine klassische und immer korrekte Formel.
Verzeihung, ich habe Sie nicht verstanden.
„Entschuldigung“ und „Verzeihung“ liegen nah beieinander, wenn man sich für einen kleinen Fehler oder eine Störung entschuldigt. In kurzen höflichen Situationen kann man beide sagen, zum Beispiel wenn man jemanden anstößt oder eine Frage stellen möchte. „Verzeihung“ kann aber auch den Akt des Vergebens meinen: Jemand trägt einem anderen den Fehler nicht mehr nach. „Entschuldigung“ betont eher, dass man Bedauern ausdrückt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „Verzeihung!“ als Formel ähnlich wie „Entschuldigung!“ funktioniert. Bei kleinen Störungen gehen beide, bei echtem Vergeben passt „Verzeihung“ genauer.

Im Bus sagte Frau Neumann leise: „Verzeihung, darf ich bitte vorbei?“
Meine Nachbarin nahm die Entschuldigung nach dem lauten Abend freundlich an.