
jemandem etwas vorwerfen
Jemanden für ein Fehlverhalten oder eine Unterlassung tadeln oder beschuldigen.
Er warf ihr vor, sein Vertrauen missbraucht zu haben.
Loading your saved state.

Jemanden für ein Fehlverhalten oder eine Unterlassung tadeln oder beschuldigen.
Er warf ihr vor, sein Vertrauen missbraucht zu haben.

Etwas mit einer schnellen Bewegung nach vorne werfen. Wird oft im Sport oder bei der Bewegung von Tieren verwendet.
Nach dem Ballgewinn musste der Torwart den Ball schnell vorwerfen, um einen Gegenangriff zu starten.
„Vorwerfen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „vor-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Sie wirft ihm seine Unpünktlichkeit vor.
Das Verb besteht aus „vor“ und „werfen“. Die wörtliche Bedeutung ist „nach vorne werfen“. Die übertragene Bedeutung „beschuldigen“ kann man sich so vorstellen, dass man jemandem eine Anschuldigung „vor die Füße wirft“.
Der Hund wirft beim Laufen die Beine weit vor.
Wenn man jemanden beschuldigt, hat das Verb eine feste Struktur: Die Person, die beschuldigt wird, steht im Dativ. Die Sache, die man ihr vorwirft, steht im Akkusativ.
Der Chef warf dem Mitarbeiter (Dativ) einen schweren Fehler (Akkusativ) vor.
Die wörtliche Bedeutung „nach vorne werfen“ ist selten. Sie wird hauptsächlich im Sport (z.B. Handball) oder zur Beschreibung von Tierbewegungen verwendet. In den meisten anderen Kontexten bedeutet „vorwerfen“ beschuldigen.
Der Handballspieler wirft den Ball schnell vor zum Mitspieler.
Beide Verben können bedeuten, dass man jemanden direkt mit einem Problem oder einem möglichen Fehlverhalten anspricht. „Vorwerfen“ enthält jedoch immer Tadel oder eine Beschuldigung, während „konfrontieren“ auch eine unangenehme Tatsache ohne Schuldzuweisung nennen kann. Verwende „vorwerfen“ bei Kritik, sonst passt oft „konfrontieren“.

Die Chefin warf ihm vor, die fehlenden Zahlen absichtlich verschwiegen zu haben.
Die Chefin konfrontierte ihn mit den fehlenden Zahlen, ohne ihm sofort einen Fehler vorzuwerfen.