
sich wälzen
Seinen Körper auf einer Unterlage hin und her rollen oder drehen. Dies kann aus Unruhe, Schmerz oder Wohlbehagen geschehen.
Das Pferd wälzte sich genüsslich im Sand.
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Seinen Körper auf einer Unterlage hin und her rollen oder drehen. Dies kann aus Unruhe, Schmerz oder Wohlbehagen geschehen.
Das Pferd wälzte sich genüsslich im Sand.

Einen schweren, meist runden oder zylindrischen Gegenstand durch Rollen fortbewegen.
Die Arbeiter wälzten den schweren Baumstamm an den Rand des Weges.

Intensiv und wiederholt über ein Problem oder ein Thema nachdenken, oft ohne zu einer Lösung zu kommen. Es beschreibt ein grübelndes, kreisendes Denken.
Er lag die ganze Nacht wach und wälzte seine Sorgen.

Etwas Unangenehmes, wie Verantwortung, Schuld oder Kosten, auf jemand anderen übertragen oder abschieben.
Das Unternehmen versucht, die gestiegenen Produktionskosten auf die Kunden abzuwälzen.

Umgangssprachlich für das intensive Studieren oder Lesen von dicken, oft wissenschaftlichen Büchern.
Für ihre Doktorarbeit musste sie unzählige alte Bücher wälzen.
Die Grundidee von „wälzen“ ist das schwere, langsame Drehen oder Rollen. Diese Vorstellung verbindet alle Bedeutungen: das Rollen des Körpers, eines Baumstamms oder das gedankliche „Rollen“ von Problemen.
Er wälzte den schweren Stein mühsam zur Seite.
In der Bedeutung „sich hin und her rollen“ ist das Verb immer reflexiv. Das Reflexivpronomen (sich, mich, dich etc.) ist hier ein fester Bestandteil.
Ich habe mich die ganze Nacht unruhig im Bett gewälzt.
Im übertragenen Sinn des Nachdenkens wird „wälzen“ fast immer mit abstrakten Nomen wie „Probleme“, „Gedanken“ oder „Sorgen“ als Objekt verwendet.
Statt zu schlafen, wälzte sie stundenlang ihre Probleme.
Wenn Verantwortung oder Kosten auf jemand anderen übertragen werden, folgt die Struktur „etwas auf jemanden (Akkusativ) wälzen“. Die Präposition „auf“ mit dem Akkusativ ist hier entscheidend.
Der Chef wälzt die unangenehme Aufgabe auf seine Mitarbeiter ab.
Die Wendung „Bücher wälzen“ ist umgangssprachlich und wird oft leicht ironisch verwendet. Sie impliziert, dass man sehr dicke, schwere oder trockene Fachliteratur studieren muss.
Für die Prüfung musste ich das ganze Wochenende dicke Bücher wälzen.
Nachdenken bezeichnet neutral die intensive Beschäftigung mit einem Problem und kann zu einer Lösung führen. Gedanken oder Probleme wälzen betont dagegen ein wiederholtes, kreisendes Grübeln, das oft belastet und ohne Ergebnis bleibt. Für eine sachliche Prüfung passt nachdenken, für dieses festgefahrene Denken wälzen.

Nina wälzt nachts immer wieder dieselben Gedanken zu dem Konflikt, ohne eine Lösung zu finden.
Nina denkt in Ruhe über den Konflikt nach und findet eine Lösung.