
sich wehren
Sich gegen einen Angriff, eine Bedrohung oder einen unerwünschten Einfluss aktiv verteidigen oder Widerstand leisten.
Das Opfer konnte sich gegen den Angreifer wehren und fliehen.
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Sich gegen einen Angriff, eine Bedrohung oder einen unerwünschten Einfluss aktiv verteidigen oder Widerstand leisten.
Das Opfer konnte sich gegen den Angreifer wehren und fliehen.

(Veraltet) Jemandem etwas verbieten oder jemanden an etwas hindern.
Der König wehrte dem Gesandten den Zutritt zum Thronsaal.
In seiner modernen Bedeutung wird „wehren“ fast immer reflexiv als „sich wehren“ verwendet. Das Reflexivpronomen muss an das Subjekt angepasst werden (ich wehre mich, du wehrst dich, er wehrt sich).
Du musst lernen, dich zu wehren.
Das Verb „wehren“ ist die Basis für das Nomen „die Wehr“, was „Verteidigung“ bedeutet. Man erkennt diesen Stamm auch in Wörtern wie „die Feuerwehr“ oder „die Bundeswehr“, die Organisationen zur Abwehr von Gefahren sind.
Die Feuerwehr ist schnell zur Stelle, um den Brand zu bekämpfen.
Die Konstruktion lautet immer „sich wehren gegen“ gefolgt von einem Nomen im Akkusativ. Man wehrt sich „gegen“ eine Person oder eine Sache.
Die Mitarbeiter wehren sich gegen die neuen Arbeitszeiten.
Die Bedeutung „jemandem etwas verbieten“ ist veraltet und wird in der modernen deutschen Sprache nicht mehr verwendet. Man findet sie nur noch in historischen oder literarischen Texten.
In alten Geschichten wehrte der Wächter den Fremden den Eintritt.
Beide Verben beschreiben Widerstand gegen einen Angriff. Sich wehren stellt die betroffene Person und ihre Reaktion in den Mittelpunkt, während sich verteidigen auch den Schutz einer Person oder Sache betonen kann. Nutze sich wehren für den eigenen Widerstand und verteidigen für gezielten Schutz.

Die verletzte Frau wehrte sich gegen den angreifenden Mann.
Der Wachmann verteidigte die verletzte Frau gegen den angreifenden Mann.