
anstehen
In einer Reihe oder Schlange warten, um an die Reihe zu kommen.
Wir mussten eine halbe Stunde an der Kasse anstehen.
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In einer Reihe oder Schlange warten, um an die Reihe zu kommen.
Wir mussten eine halbe Stunde an der Kasse anstehen.

Als nächste Aufgabe oder nächstes Ereignis geplant sein; bevorstehen.
Morgen steht die mündliche Prüfung an.

Zögern oder Bedenken haben, etwas zu tun. Wird meist verneint verwendet.
Er stand nicht an, seine ehrliche Meinung zu sagen.

Jemandem gut passen oder zu Gesicht stehen (bezogen auf Kleidung). Diese Bedeutung ist eher veraltet.
Dieses elegante Kleid steht dir ausgezeichnet an.
„Anstehen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an“ steht in Hauptsätzen am Ende, in Nebensätzen bleibt das Verb zusammen und im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen „an“ und „stehen“.
Welche Aufgaben stehen heute an?
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt: Wenn eine Person ansteht, wartet sie in einer Schlange. Wenn eine Sache oder ein Ereignis (z.B. „Prüfung“, „Fest“) ansteht, ist es als Nächstes geplant.
Viele Leute stehen für die neuen Konzertkarten an.
Wenn man in einer Schlange wartet, wird „anstehen“ oft mit einer Ortsangabe kombiniert, die mit „an“ oder „vor“ beginnt. Typisch sind „an der Kasse anstehen“, „am Schalter anstehen“ oder „vor dem Kino anstehen“.
Ich musste zwanzig Minuten am Postschalter anstehen.
In der Bedeutung „bevorstehen“ wird das Verb oft mit abstrakten Nomen für Ereignisse oder Aufgaben verwendet. Häufige Kombinationen sind „eine Prüfung steht an“, „eine Entscheidung steht an“ oder „eine Reise steht an“.
Bald steht die wichtige Konferenz mit unseren Partnern an.
In der Bedeutung „zögern“ wird „anstehen“ fast immer verneint und mit einer Infinitivkonstruktion verwendet: „nicht anstehen, etwas zu tun“.
Der Chef stand nicht an, den Fehler direkt anzusprechen.
Die Bedeutung „jemandem gut stehen“ (bezogen auf Kleidung) ist heute sehr selten und klingt altmodisch. Man findet sie hauptsächlich in älterer Literatur.
In dem alten Roman stand der Heldin ihr Ballkleid wunderbar an.
Beide Verben können eine baldige Aufgabe ankündigen. Auf jemanden zukommen hebt hervor, wer persönlich davon betroffen ist, oft als Herausforderung. Anstehen stellt die Aufgabe eher als fälligen oder nächsten Punkt im Ablauf dar.

Morgen steht die nächste schwierige Prüfung an.
Morgen kommt eine schwierige Prüfung auf mich zu.