
anstellen
Jemanden als Mitarbeiter in einer Firma oder Organisation beschäftigen; jemandem eine Arbeitsstelle geben.
Die Firma wird nächstes Jahr zehn neue Ingenieure anstellen.
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Jemanden als Mitarbeiter in einer Firma oder Organisation beschäftigen; jemandem eine Arbeitsstelle geben.
Die Firma wird nächstes Jahr zehn neue Ingenieure anstellen.

Ein Gerät, eine Maschine oder Licht einschalten, sodass es funktioniert oder leuchtet.
Kannst du bitte die Heizung anstellen? Mir ist kalt.

Etwas tun, das meist dumm, unüberlegt oder verboten ist und oft negative Konsequenzen hat.
Was habt ihr denn schon wieder angestellt? Die Vase ist kaputt!

Sich in eine Reihe mit anderen wartenden Personen stellen, zum Beispiel an einer Kasse oder einem Schalter.
Wir mussten uns eine halbe Stunde an der Kasse anstellen.

Sich auf eine bestimmte, oft als ungeschickt, übertrieben oder dumm empfundene Weise verhalten.
Stell dich nicht so an, das ist doch nur ein kleiner Kratzer!
„Anstellen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende, in Nebensätzen und im Infinitiv ist sie mit dem Verb verbunden. Bei der „zu“-Konstruktion steht „zu“ zwischen der Vorsilbe und dem Verb.
Mein Bruder stellt immer die Musik zu laut an.
Dieses Verb ändert seine Bedeutung komplett, je nachdem, ob es reflexiv (mit „sich“) oder nicht-reflexiv verwendet wird. „Jemanden anstellen“ bedeutet, ihm Arbeit zu geben, während „sich anstellen“ „in einer Schlange warten“ oder „sich kompliziert verhalten“ bedeutet.
Die Supermarktkette stellt viele neue Kassierer an.
Wenn „sich anstellen“ reflexiv gebraucht wird, hilft der Kontext bei der Unterscheidung der Bedeutungen. Folgt eine Ortsangabe wie „an der Kasse“ oder „hinten“, ist „in der Schlange stehen“ gemeint. Wird es mit einem Adverb wie „so“ oder „dumm“ kombiniert, bedeutet es „sich auf eine bestimmte Weise verhalten“.
Für die neue Ausstellung muss man sich stundenlang anstellen.
Die Aufforderung „Stell dich nicht so an!“ ist eine sehr häufige Redewendung. Man sagt das zu jemandem, der sich übertrieben oder unnötig kompliziert verhält.
Komm, hilf mir, und stell dich nicht so an!
In der Bedeutung „Unfug machen“ wird das Verb oft mit unbestimmten Objekten wie „etwas“, „nichts“ oder „Dummheiten“ verwendet. Es steht häufig in der Frage: „Was hast du angestellt?“
Ich hoffe, der Hund stellt nichts an, während wir weg sind.
Wenn es um das Einschalten von Geräten geht, wird „anstellen“ oft mit „Heizung“, „Radio“, „Fernseher“ oder „Licht“ kombiniert.
Stellst du bitte das Radio an? Ich möchte Nachrichten hören.
Beide Verben können ein Arbeitsverhältnis bezeichnen. Anstellen betont meist die Entscheidung, jemandem eine Stelle zu geben, während beschäftigen eher den bestehenden Zustand beschreibt. Beim Eintritt passt daher anstellen besonders gut, bei der laufenden Arbeit beschäftigen.

Die Klinik stellt nächsten Monat fünf weitere Pflegekräfte an.
Die Klinik beschäftigt bereits dreißig Pflegekräfte.