In die Hände klatschen, um Beifall, Zustimmung oder Anerkennung auszudrücken, typischerweise nach einer künstlerischen Darbietung, einer Rede oder einer sportlichen Leistung.
beispiel
Nach dem beeindruckenden Klaviersolo applaudierte das Publikum minutenlang.
Tipps
Dativ-Konstruktion
Dieses Verb wird mit dem Dativ verwendet. Man applaudiert einer Person oder einer Sache. Die Struktur ist also: Jemand applaudiert jemandem/etwas.
BEISPIEL
Das ganze Stadion applaudierte der Siegermannschaft.
Kontexthinweis
Ob die wörtliche oder übertragene Bedeutung gemeint ist, erkennt man am Objekt. Applaudiert man einer Person (z.B. einem Künstler) oder einer Gruppe, ist meist Klatschen gemeint. Applaudiert man einer abstrakten Idee (z.B. einer Entscheidung), ist Zustimmung gemeint.
BEISPIEL
Das Publikum applaudierte dem Pianisten nach dem Konzert.
Herkunft des Verbs
Die Endung „-ieren“ zeigt, dass „applaudieren“ ein Fremdwort ist, das aus dem Lateinischen stammt. Es wird wie alle regelmäßigen Verben auf „-ieren“ konjugiert.
BEISPIEL
Er applaudierte, als der Redner seine Rede beendete.
Typische Adverbien
Im wörtlichen Sinne wird „applaudieren“ oft mit Adverbien kombiniert, die die Art des Beifalls beschreiben, zum Beispiel „begeistert“, „stürmisch“, „laut“ oder „langanhaltend“.
BEISPIEL
Die Zuschauer standen auf und applaudierten begeistert.
Vergleichen mit
antonym
applaudieren vs kritisieren
„kritisieren“ und „applaudieren“ stehen hier in einem Gegensatz. Wer etwas kritisiert, zeigt Fehler oder Probleme und äußert Ablehnung. Wer applaudiert, zeigt Zustimmung, Anerkennung oder Freude, oft durch Klatschen. „applaudieren“ kann auch übertragen gemeint sein, wenn man eine Entscheidung sehr unterstützt. Der Gegensatz ist also: negative Bewertung bei „kritisieren“, positive Zustimmung oder Beifall bei „applaudieren“.
applaudieren
Nach dem letzten Lied applaudiert das Publikum lange.
kritisieren
Nach der Vorstellung kritisieren einige Zuschauer die schlechte Technik.