aufgehen
Sich öffnen; nicht mehr geschlossen sein.
Plötzlich ging die Tür von alleine auf.

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Sich öffnen; nicht mehr geschlossen sein.
Plötzlich ging die Tür von alleine auf.

„Aufgehen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Jeden Morgen geht die Sonne um sechs Uhr auf.
Die Vorsilbe „auf-“ deutet oft eine Öffnung oder eine Bewegung nach oben an. Das siehst du bei Bedeutungen wie eine Tür, die aufgeht, die Sonne, die aufgeht, oder ein Teig, der aufgeht.
Der Hefeteig muss an einem warmen Ort eine Stunde lang aufgehen.
Die Wendung „in etwas aufgehen“ bedeutet, sich einer Sache voll und ganz zu widmen. Die Sache, der man sich widmet, steht im Dativ nach der Präposition „in“.
Er ist ein leidenschaftlicher Gärtner und geht total in seiner Gartenarbeit auf.
Die mathematische Bedeutung wird oft im übertragenen Sinn verwendet. Wenn ein Plan oder eine Idee „nicht aufgeht“, bedeutet das, dass er nicht funktioniert oder keinen Erfolg hat.
Sein Plan, ohne Ticket ins Konzert zu kommen, ist nicht aufgegangen.
Wenn „aufgehen“ eine Bewegung am Himmel beschreibt, sind die Subjekte fast immer Himmelskörper. Typische Subjekte sind „die Sonne“, „der Mond“ oder „ein Stern“.
In dieser klaren Nacht kann man viele Sterne aufgehen sehen.
In der Küche, besonders beim Backen, bedeutet „aufgehen“, dass etwas an Volumen zunimmt. Typische Subjekte sind „der Teig“, „der Kuchen“ oder „das Soufflé“.
Damit der Kuchen schön aufgeht, darfst du die Ofentür nicht zu früh öffnen.
Wenn sich etwas von selbst löst, das befestigt war, verwendet man „aufgehen“. Typische Subjekte sind „ein Knoten“, „eine Schleife“, „eine Naht“ oder „ein Reißverschluss“.
Pass auf, dein Schnürsenkel ist aufgegangen!
„gehen“ und „aufgehen“ können beide bei Teig bedeuten, dass er größer wird. „Der Teig geht“ und „Der Teig geht auf“ sind in diesem Zusammenhang sehr ähnlich. „aufgehen“ macht die Veränderung oft etwas deutlicher: Man sieht, dass der Teig höher und lockerer wird. „gehen“ benutzt man auch in der festen Verbindung „den Teig gehen lassen“, wenn der Teig eine Zeit ruhen soll. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide hier fast dasselbe meinen. Wichtig ist: Diese Ähnlichkeit gilt nur bei Teig oder Gebäck, nicht bei den anderen Bedeutungen von „gehen“.

Im Ofen geht das Brot schön auf.
Der Hefeteig muss eine Stunde an einem warmen Ort gehen.