
auftreiben
Jemanden oder etwas mit Mühe finden oder beschaffen.
Ich muss für die Party noch irgendwo ein paar zusätzliche Stühle auftreiben.
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Jemanden oder etwas mit Mühe finden oder beschaffen.
Ich muss für die Party noch irgendwo ein paar zusätzliche Stühle auftreiben.

In einer Flüssigkeit nach oben steigen oder an die Oberfläche gelangen, zum Beispiel durch Auftrieb.
Das im Wasser liegende Holz begann langsam aufzutreiben.

Medizinisch oder bei Tieren: anschwellen oder aufblähen.
Durch die Krankheit war der Bauch des Tieres stark aufgetrieben.
„Auftreiben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er treibt für seine alte Kamera noch Ersatzteile auf.
Die Bedeutung hängt stark vom Subjekt ab. Wenn eine Person das Subjekt ist, bedeutet es „beschaffen“. Ist das Subjekt ein lebloses Ding in einer Flüssigkeit, bedeutet es „an die Oberfläche steigen“. Bezieht es sich auf einen Körper oder Körperteil, bedeutet es „anschwellen“.
Der Manager muss schnell einen neuen Investor auftreiben.
In der Bedeutung „beschaffen“ wird „auftreiben“ oft für Dinge verwendet, die schwer zu finden sind. Typische Objekte sind „Geld“, „Informationen“, „Ersatzteile“ oder „Zeugen“.
Die Journalistin konnte geheime Dokumente für ihre Geschichte auftreiben.
Die Bedeutung „anschwellen“ wird hauptsächlich in der Medizin oder Veterinärmedizin verwendet. Man spricht zum Beispiel von einem „aufgetriebenen Bauch“.
Der Tierarzt stellte fest, dass der Bauch der Kuh aufgetrieben war.
Organisieren und auftreiben können beide umgangssprachlich das Besorgen einer benötigten Sache bezeichnen. Organisieren betont eher, dass jemand die Beschaffung regelt oder vermittelt. Auftreiben hebt hervor, dass die Sache schwer zu finden ist und nur mit Mühe beschafft wird.

Lukas treibt nach langer Suche noch zwei Karten für das ausverkaufte Konzert auf.
Lukas organisiert kurzfristig zwei weitere Karten über einen Bekannten.