auftreiben
Jemanden oder etwas mit Mühe finden oder beschaffen.
Ich muss für die Party noch irgendwo ein paar zusätzliche Stühle auftreiben.

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Jemanden oder etwas mit Mühe finden oder beschaffen.
Ich muss für die Party noch irgendwo ein paar zusätzliche Stühle auftreiben.

„Auftreiben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er treibt für seine alte Kamera noch Ersatzteile auf.
Die Bedeutung hängt stark vom Subjekt ab. Wenn eine Person das Subjekt ist, bedeutet es „beschaffen“. Ist das Subjekt ein lebloses Ding in einer Flüssigkeit, bedeutet es „an die Oberfläche steigen“. Bezieht es sich auf einen Körper oder Körperteil, bedeutet es „anschwellen“.
Der Manager muss schnell einen neuen Investor auftreiben.
In der Bedeutung „beschaffen“ wird „auftreiben“ oft für Dinge verwendet, die schwer zu finden sind. Typische Objekte sind „Geld“, „Informationen“, „Ersatzteile“ oder „Zeugen“.
Die Journalistin konnte geheime Dokumente für ihre Geschichte auftreiben.
Die Bedeutung „anschwellen“ wird hauptsächlich in der Medizin oder Veterinärmedizin verwendet. Man spricht zum Beispiel von einem „aufgetriebenen Bauch“.
Der Tierarzt stellte fest, dass der Bauch der Kuh aufgetrieben war.
„finden“ und „auftreiben“ können beide heißen, dass man etwas bekommt oder entdeckt, was man braucht. „finden“ ist neutral und allgemein: Man kann etwas absichtlich suchen oder zufällig entdecken. „auftreiben“ benutzt man, wenn es schwierig ist und man sich anstrengen muss, um etwas oder jemanden zu finden oder zu besorgen. Es klingt oft etwas umgangssprachlich. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Suchen zu tun haben. Wenn nur das Entdecken wichtig ist, passt „finden“. Wenn Mühe, Knappheit oder Beschaffen im Vordergrund steht, ist „auftreiben“ genauer.

Frau Schwarz treibt noch schnell zwei Stühle für die neuen Gäste auf.
Sie findet den freien Tisch im Restaurant, bevor es zu voll wird.