bannen
Jemanden oder etwas stark fesseln, faszinieren oder in seinen Bann ziehen, sodass die Aufmerksamkeit nicht abgewendet werden kann.
Die spannende Geschichte hat die Zuhörer völlig gebannt.

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Jemanden oder etwas stark fesseln, faszinieren oder in seinen Bann ziehen, sodass die Aufmerksamkeit nicht abgewendet werden kann.
Die spannende Geschichte hat die Zuhörer völlig gebannt.

Das Verb „bannen“ ist eng mit dem Nomen „der Bann“ verwandt. „Der Bann“ kann sowohl eine magische Faszination („jemanden in seinen Bann ziehen“) als auch eine Verbannung bedeuten, was die verschiedenen Bedeutungen des Verbs erklärt.
Der Redner zog das Publikum sofort in seinen Bann.
Das Partizip II „gebannt“ wird sehr häufig wie ein Adjektiv oder Adverb verwendet und bedeutet dann „fasziniert“ oder „aufmerksam“. Es beschreibt eine Person, deren Aufmerksamkeit völlig gefesselt ist.
Die Kinder lauschten gebannt der Märchenerzählerin.
In der Bedeutung „abwehren“ wird „bannen“ fast immer mit negativen, abstrakten Nomen kombiniert. Typische Objekte sind „die Gefahr“, „das Risiko“ oder „die Bedrohung“.
Durch die neuen Sicherheitsmaßnahmen soll die Gefahr von Diebstählen gebannt werden.
Wenn „bannen“ bedeutet, etwas auf einem Medium festzuhalten, wird es immer mit der Präposition „auf“ gefolgt vom Akkusativ verwendet. Die Struktur lautet: etwas auf ein Medium bannen.
Es ist ihm gelungen, die einzigartige Atmosphäre des Moments auf Film zu bannen.
Die Bedeutung „verbannen“ ist heute veraltet und wird fast nur noch in literarischen, historischen oder märchenhaften Kontexten verwendet. Im Alltag spricht man nicht davon, jemanden zu bannen.
Der böse Zauberer wurde in einen tiefen Kerker gebannt.
„aufnehmen“ und „bannen“ können beide bedeuten, dass man einen Moment, ein Bild oder eine Szene auf einem Medium festhält. „aufnehmen“ ist das normale, neutrale Wort für Fotos, Videos oder Ton. „bannen“ in der Form „auf etwas bannen“ klingt gehobener und bildhafter. Man benutzt es eher, wenn der festgehaltene Moment besonders schön, wichtig oder eindrucksvoll wirkt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide beim Speichern von Bildern passen. Im Alltag ist „aufnehmen“ meistens natürlicher; „bannen“ passt eher zu einem besonderen Stil.

Die Fotografin bannt den Sonnenuntergang auf ihre Kamera.
Mein Vater hat vor der Reise ein Video von unserem alten Haus aufgenommen.