das Bedürfnis
Der Wunsch oder das Verlangen nach etwas, das man braucht oder für wichtig hält.
Nach der langen Wanderung hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer Dusche.

Bedürfnis
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Der Wunsch oder das Verlangen nach etwas, das man braucht oder für wichtig hält.
Nach der langen Wanderung hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer Dusche.

„Das Bedürfnis“ ist ein Nomen, das vom veraltenden Verb „bedürfen“ (etwas brauchen) abgeleitet ist. Die Endung „-nis“ bildet aus Verben oder Adjektiven oft Nomen, die einen Zustand oder ein Ergebnis beschreiben.
Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse wie Essen und Schlafen.
Der Wunsch oder das Verlangen wird meist mit der Präposition „nach“ und dem Dativ ausgedrückt. Die typische Konstruktion lautet: „das Bedürfnis nach etwas haben“.
Nach dem langen Flug hatte sie ein starkes Bedürfnis nach Schlaf.
Häufige Verben in Verbindung mit „Bedürfnis“ sind „ein Bedürfnis haben“, „ein Bedürfnis verspüren“ (fühlen) oder „ein Bedürfnis befriedigen“ (erfüllen).
Er verspürte das Bedürfnis, mit jemandem zu reden.
Die Wendung „sein Bedürfnis verrichten“ ist ein Euphemismus, also eine höfliche und indirekte Formulierung für „auf die Toilette gehen“. Sie wird oft in formelleren Kontexten oder beim Sprechen über Tiere und kleine Kinder verwendet.
Gibt es hier in der Nähe eine Möglichkeit, sein Bedürfnis zu verrichten?
„die Lust“ und „das Bedürfnis“ drücken beide aus, dass man etwas möchte. „Lust“ ist meistens eher spontan und oft angenehm: Man hat Lust auf Eis, Musik oder einen Film. „Bedürfnis“ klingt ernster und stärker, weil es um etwas geht, das man braucht oder für wichtig hält, zum Beispiel Ruhe, Sicherheit oder Schlaf. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide ein Verlangen beschreiben. Wenn es nur um einen spontanen Wunsch geht, passt „Lust“ besser. Wenn etwas wichtig für das Wohlbefinden ist, passt „Bedürfnis“ besser.

Nach dem Unterricht hat Ali ein starkes Bedürfnis nach Ruhe.
Am Montag hatte sie Lust auf etwas Süßes.